Minister Lucha

Auslastung der Intensivbetten als Maßstab

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Auslastung der Intensivbetten als Maßstab
© Getty Images/Sascha Schuermann/Freier Fotograf

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha will die Auslastung der Intensivbetten als Maßstab für Einschränkungen nehmen.

Laut einer dpa-Mitteilung seien 30 Prozent der gerade noch leistbare Wert der prozentualen Inanspruchnahme der Intensivbetten mit Corona-Patienten. Dies geht  aus einem Schreiben hervor, das der Deutschen Presse Agentur vorliegt. Eine Vorwarnstufe könne demnach bei 15 Prozent liegen. 

Die Belegung mit Corona-Intensivpatienten sei ein geeigneter Grenzwert für Einschränkungen ab dem Herbst, heißt es in dem Konzeptpapier. Dadurch würden lebensrettende Intensivbetten in den Fokus gerückt werden. Käme es in diesem Bereich zu Knappheiten, drohe eine Triage, was verhindert werden müsse. Am Dienstag wollen sich die Ministerpräsidenten der Länder zum weiteren vorgehen in der Pandemie abstimmen. 

Die Bundesärztekammer (BÄK) forderte ebenfalls, die Infektionszahlen nicht mehr als alleinigen Indikator zur Einschätzung der Pandemielage zu nutzen. Erfahrungen aus anderen Ländern mit hoher Impfquote würden zeigen, dass zunehmende Infektionszahlen nicht zwangsläufig zu einem Anstieg von schweren Verläufen führen würden, heißt es in einer Mitteilung der BÄK. "Notwendig ist ein deutlich komplexerer Bewertungs- und Prognoseindex, in dem neben der Zahl der Neuinfektionen vor allem die Hospitalisierungsrate, die Impfquote und die Altersstruktur der Infizierten einfließen müssen“, mahnte BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt.

Auch die DKG forderte neue Indikatoren zur Beurteilung der Pandemie.  "Dazu gehören die Hospitalisierungsrate, eine altersstratifizierte Impfquote, die Belegung von Intensivkapazitäten, die Positivrate an Tests und die Steigerungsquoten sowohl der Inzidenz als auch der Hospitalisierungsraten", sagte der Vorstandsvorsitzende der DKG, Dr. Gerald Gaß, Anfang August.

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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