Die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) stellt eine negative Prognose für das Jahr 2024 und rechnet mit weiteren Klinikinsolvenzen.
Zuletzt hatte das Alfried-Krupp-Krankenhaus in Essen-Steele ein Schutzschirmverfahren zur Abwendung einer Insolvenz beantragt.
Damit zählt das Bundesland neun Kliniken, die sich aktuell in Insolvenzgefahr befinden. Matthias Blum, Geschäftsführer der KGNW, fand dazu deutliche Worte gegenüber der Rheinischen Post: Zwar habe bislang nur das Krankenhaus in Linnich schließen müssen, doch es seien „allein in diesem Jahr nunmehr neun NRW-Kliniken in die Insolvenz geraten. Spätestens im nächsten Jahr würde das sehr viele Krankenhäuser in wirtschaftliche Schieflage bringen“. Der Verbandsvertreter sieht die nachhaltige Finanzierung von steigenden Personal- und Energiekosten durch Krankenkassen als Möglichkeit der finanziellen Ausbalancierung. Ansonsten „schwindet für viele Kliniken die Perspektive für einen Ausgleich des Defizits“. Die notwendigen Werkzeuge würden bereitliegen, Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) müsse nur noch handeln, so Blum.
Wie das Alfried Krupp Krankenhaus Steele am 14. März 2024 vermeldete, wird es die abschließende Phase des Eigenverwaltungsverfahrens erreichen. Das rechtliche Verfahren werde zum 31. März 2024 beendet.

