1. Quartal 2021

Patientenrückgang bei Asklepios

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Patientenrückgang bei Asklepios
Kai Hankeln © Felix Matthies/Asklepios

Die Asklepios-Kliniken vermelden auch weiterhin einen starken Patientenrückgang. Im ersten Quartal 2021 behandelte der private Krankenhauskonzern (ohne Rhön) insgesamt 530.867 Patienten (Vorjahreszeitraum: 583.107) in seinen Gesundheitseinrichtungen, die zum Unternehmen Rhön-Klinikum AG gehören, weitere 192.152 (Vorjahreszeitraum: 211.788). Der Rückgang bei den Patientenzahlen sei vor allem auf den stationären Bereich zurückzuführen, da viele elektive Behandlungen aufgrund der Pandemie aufgeschoben oder abgesagt wurden. Asklepios verzeichnete demzufolge bei den stationären Behandlungen (ohne Rhön) einen Rückgang um rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Es liege jetzt an der Politik, entschlossen den Weg zurück in die Normalität zu ebnen, sagte Kai Hankeln, CEO des Asklepios-Konzerns. "Krankenhäuser dürfen nicht dauerhaft von Hilfen der Steuerzahler abhängig sein, sondern Erträge durch Leistung verdienen.“

Der Umsatz der Asklepios-Kliniken betrug im ersten Quartal 2021 1,2 Milliarden Euro (Vorjahreszeitraum: 915 Millionen Euro). Die Erhöhung des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der Erstkonsolidierung der Rhön-Klinikum AG zum 1. Juli 2020, die einen Umsatz von 340 Millionen Euro generierte. Darin enthalten sind Erlöse im Zusammenhang mit Ausgleichszahlungen für die Bereitstellung von Bettenkapazitäten in Höhe von 117,8 Millionen Euro. „Diese Freihaltepauschalen decken jedoch nur den Klinikbereich ab - Rehabilitationseinrichtungen und Psychiatrien müssen aktuell trotz deutlicher Verluste ohne umfassende Hilfen auskommen“, so Asklepios. Im vergangenen Jahr hatten die Psychiatrien laut eines Berichts für das Gesundheitsministerium von den Ausgleichszahlungen überproportional stark profitiert

Das Konzernzwischenergebnis (EAT) im ersten Quartal betrug 37.000 Euro (Vorjahreszeitraum: 9,7 Millionen Euro). Das Geschäftsjahr 2020 hat Asklepios mit einem Konzernverlust von 65 Millionen Euro abgeschlossen. Die Geschäftsentwicklung wird laut Asklepios im weiteren Verlauf des Jahres insbesondere davon abhängig sein, wie schnell eine flächendeckende Impfung der Bevölkerung erfolgen kann. Der Zeitpunkt, zu dem ein Regelbetrieb in den Krankenhäusern wieder möglich sein wird und die aus den vergangenen Monaten verschobenen Operationen nachgeholt werden können, sei derzeit noch nicht absehbar.

 

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