Tarifabschluss im öffentlichen Dienst

Pflegekräfte bekommen bis zu 10 Prozent mehr

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Pflegekräfte bekommen bis zu 10 Prozent mehr
© Getty Images/blackred

Verdi und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) haben sich auf einen Tarifvertrag geeinigt. Pflegefachpersonen im Krankenhaus profitieren am stärksten von der Tarifeinigung.

Arbeiten sie auf Intensivstationen oder leisten Nachtschichten, erhalten sie künftig deutlich höhere Zulagen. Neu ist auch, dass Pflegende in der Altenpflege genauso viel verdienen werden wie im Krankenhaus. Ab März 2021 bekommen Pflegende eine Pflegezulage von 70 Euro. Ein Jahr später erhöht sich diese auf 120 Euro. Die Zulage in der Intensivmedizin wird mehr als verdoppelt auf 100 Euro monatlich, die Wechselschichtzulage steigt von 105 auf 155 Euro monatlich. Die Pflegezulage in Betreuungseinrichtungen wie Pflegeheimen erhöht sich um 25 Euro und ist damit gleichauf mit denen in kommunalen Krankenhäusern.

Durch die Zulagen steigt das Gehalt in der Pflege ab April 2021 um bis zu 8,7 Prozent, bei Pflegenden auf Intensivstationen sogar um bis zu 10 Prozent. Alle Beschäftigten erhalten zusätzlich noch in diesem Jahr eine Corona-Prämie, für untere Entgeltgruppen 600 Euro, für mittlere 400 Euro, für obere 300 Euro. Auszubildende bekommen 225 Euro. "Damit erhält eine Pflegekraft bis Laufzeitende insgesamt ein Plus von durchschnittlich 2.700 Euro, eine Intensivpflegekraft sogar durchschnittlich 3.900 Euro", schreibt der VKA. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 28 Monaten und gilt rückwirkend vom 1. September 2020 bis zum 31. Dezember 2022. Die ersten sieben Monate sind als Leermonate vereinbart.

Einen respektablen Abschluss, „der für unterschiedliche Berufsgruppen, die im Fokus der Tarifrunde standen, maßgeschneidert ist", nannte Verdi-Vorsitzender Frank Werneke die Einigung. Für die meisten anderen Beschäftigten im öffentlichen Dienst steigt das Gehalt ab April 2021 um 1,4 Prozent. Ein Jahr später kommen weitere 1,8 Prozent hinzu. Die Tarifvereinbarung gilt für rund 2,3 Millionen Beschäftigte.

 

Autor

 Nadine Millich

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