Corona

Regierung einigt sich auf Tracing App

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Die Bundesregierung hat auf die Bedenken der Datenschützer reagiert. Kontakte sollen dezentral gespeichert werden. Bisher sollten die Daten auf einem zentralen Server gespeichert werden, berichtet die Süddeutsche. Der Kurswechsel stößt bei Koalitionspartnern und in der Opposition auf ein positives Echo. "Es ist wichtig, dass jetzt der sogenannte dezentrale Ansatz gewählt wird und damit dem Datenschutz Vorfahrt eingeräumt wird", zitiert das Handelsblatt Jens Zimmermann, den digitalpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion.

Bei der dezentralen Softwarearchitektur kommunizieren die Geräte der Nutzer in erster Linie untereinander. Die App solle "sehr bald einsatzbereit" sein, zitiert die Süddeutsche Jens Spahn und Helge Braun, da die Kontaktbeschränkungen bereits gelockert wurden. Ein konkretes Datum wurde jedoch nicht genannt. Mit der App sollen Kontaktpersonen von Covid-19-Infizierten gewarnt werden. Sie könne ein wichtiges Hilfsmittel sein, um Risikogruppen gezielt zu testen und Infektionsketten zu unterbrechen. Nutzer haben zudem die Möglichkeit, ihre Daten freiwillig und in pseudonymisierter Form zur epidemiologischen Forschung und Qualitätssicherung an das Robert Koch-Institut zu übermitteln, schreibt das Handelsblatt.

Bisher sprach sich die Regierung für die Entwicklung des europäischen Pepp-PT Projektes aus. In der vergangenen Woche wendeten sich jedoch immer mehr Wissenschaftler von dem Projekt ab, Bürgerrechtsorganisationen und Verbände wie der Chaos Computer Club und die Gesellschaft für Informatik wendeten sich an die Bundesregierung, da das Projekt ein hohes Datenschutzrisiko mit sich bringe. Bei einer App, die auf Pepp-PT basiert, werden die Daten anonymisiert und zentral abgeglichen. Mit dem zentralen Ansatz sei die Regierung jedoch "auf dem Holzweg", so die Verbände.

 

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