Die Rotkreuzklinik Würzburg hat ihren Betrieb zum 25. März 2026 eingestellt. Ein Teil der Mitarbeitenden wechselt nun zum Klinikum Würzburg Mitte.
Die Rotkreuzklinik Würzburg hat ihren Klinikbetrieb zum 25. März 2026 eingestellt. Das geht aus einer Mitteilung der Klinik hervor. Grund ist demnach das laufende Sanierungsverfahren, in dem sich trotz intensiver Gespräche keine tragfähige Lösung für den Standort abzeichnete.
Nach Angaben des Klinikums Würzburg Mitte (KWM) übernimmt das Haus zum 1. April 2026 einen Teil der Mitarbeitenden der Rotkreuzklinik. Zudem wechseln die Pflegeauszubildenden, die ihre Ausbildung zum selben Zeitpunkt begonnen hätten, für die praktischen Einsätze an die beiden KWM-Standorte. Die schulischen Inhalte bleiben unverändert.
Beschäftigte finden Anschluss im KWM
„Unser Ziel war von Beginn an den Beschäftigten verlässliche Optionen zu geben und zugleich die medizinische Versorgung in der Region zu sichern“, sagte Markus Bunzel, Interims-Geschäftsführer der Rotkreuzklinik Würzburg. Der Teilübergang der Belegschaft stelle ein wesentliches Ergebnis des Verfahrens dar.
Auch das KWM sieht in der Übernahme einen wichtigen Schritt: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rotkreuzklinik Würzburg werden unser Team fachlich wie menschlich nachhaltig stärken“, erklärte KWM-Geschäftsführer Dominik Landeck. Jeder Mitarbeitende erhalte eine individuelle Einsatzperspektive.
Versorgung blieb bis zur Schließung gesichert
Bis zum 20. März 2026 führte die Rotkreuzklinik laufende Behandlungen und planbare Eingriffe regulär durch. Alle stationären Patientinnen und Patienten wurden entlassen. Die medizinische Versorgung der Region blieb laut Klinik durch vorbereitende Maßnahmen sichergestellt.
Die Schwesternschaft München vom Bayerischen Roten Kreuz unterstützte das Verfahren finanziell und operativ. Sie ermöglichte damit die Fortführung der Sanierungsmaßnahmen bis März. Geschäftsführung und Sanierungsteam hatten seit Einleitung des Schutzschirmverfahrens im September 2025 geprüft, ob ein Weiterbetrieb möglich ist. Am Ende ließ die Gebäudestruktur keinen wirtschaftlich tragfähigen Fortbestand mehr zu.
Perspektiven für verbliebene Beschäftigte
Die Generalhandlungsbevollmächtigten Markus Kohlstedt und Mark Boddenberg begleiten das Verfahren weiter. Kohlstedt sagte: „Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen haben wir in den vergangenen Monaten alle verfügbaren Spielräume genutzt, um tragfähige Lösungen für die Beschäftigten und den Standort zu entwickeln.“
Mit dem Abschluss der Personalmaßnahmen endet nun der originäre Betrieb der Rotkreuzklinik. Das Eigenverwaltungsverfahren selbst ist noch nicht abgeschlossen.
cs
