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Stiftung Münch zeichnet drei Sieger aus

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Stiftung Münch zeichnet drei Sieger aus

Der Eugen Münch-Preis für innovative Gesundheitsversorgung geht in diesem Jahr an drei Gewinner. Steffen Geyer erhält den Preis der Kategorie praktische Anwendung für die Entwicklung eines offenen Ökosystems für Ressourcen- und Prozessoptimierung im Krankenhaus. Der Neurologe Roman Schniepp wird für seine Arbeit an der Mustererkennung zur Diagnose neurogeriatrischer Gangstörungen ausgezeichnet. Ein Sonderpreis geht an Turan Tahmas, der eine Lernplattform für Gesundheitsfachberufe aufbaut.

 „Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass wir technisch viel mehr könnten, als wir tatsächlich umsetzen. Aber dennoch gab es den vielfach genannten „Digitalisierungsschub“ und plötzlich waren schnelle Lösungen möglich, die sonst in jahrelangen Diskussionen versandet sind, siehe Videosprechstunde. Die Gewinner des Eugen Münch-Preis könnten zu einer deutlichen Verbesserung der Gesundheitsversorgung beitragen – hoffen wir, dass sie von dem Schwung profitieren und ihre Arbeiten schnell in die Versorgungsrealität einziehen können“, so Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Boris Augurzky.

Steffen Geyer, Gründer von Simplinic, hat ein System entwickelt, mit dem alle Geräte in Echtzeit raumgenau lokalisiert und zusätzlich der Gerätestatus live abgerufen werden können. So ist es zum Beispiel möglich, nachzuverfolgen, wo sich ein reines Bett befindet oder eine Sauerstoffflasche zu finden, deren Füllstand gleichzeitig angezeigt wird. Das System auf Bluetooth-Basis ist so konzipiert, dass Partnerlösungen integriert werden können.

Roman Schniepp befasst sich in seiner Forschungsarbeit damit, wie neurogeriatrische Gangstörungsmuster mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz automatisch analysiert und interpretiert werden können.  Die Bewegungsmuster beim Gehen werden mit Sensoren erfasst und mit automatisierten Mustererkennungsverfahren und künstlicher Intelligenz klassifiziert. Über 10.000 Patientendaten wurden bereits in eine Datenbank aufgenommen, anhand der die Algorithmen weiter trainiert werden. So entsteht ein Ansatz für den klinischen Einsatz, bei dem durch die Gangbewegungsdaten automatisch individuelle Vorhersagen zur Diagnose und Sturzabschätzung getroffen werden. Damit kann langfristig die Versorgung von geriatrischen Patienten mit Gangstörungen verbessert werden.

Einen Sonderpreis erhält Turan Tahmas, der eine digitale Lernplattform mit interaktiven Lerninhalten für Pflegefachberufe entwickelt. Die Nutzer können aktuelle Lehrinhalte nachschlagen, praxisnahe Videos ansehen und ihr Wissen vertiefen.

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