Der Zusammenschluss des Klinikum Darmstadts und des Agaplesion Elisabethenstifts nimmt weiter Gestalt an. Unter dem Namen „Südhessen Kliniken gGmbH“ soll das neue Krankenhaus künftig firmieren. Das teilt das Klinikum Darmstadt mit.
Den offiziellen Auftakt des neuen Markenauftritts zahlreiche Gäste – darunter Mitarbeitende des Klinikums Darmstadt, des Agaplesion Elisabethenstifts, des Gesundheitskonzerns Agaplesion, Vertreter der Wissenschaftsstadt Darmstadt sowie Ehrengäste aus Politik, Kirche, Gesundheit und Gesellschaft – am Mittwoch in dieser Woche in der Darmstädter Centralstation gefeiert.
Mit rund 1.300 Planbetten wird das neue Krankenhaus das zweitgrößte Krankenhaus in Hessen. Unter dem Motto „Gesundheit. Neu denken. Gemeinsam.“ wächst seit rund zwei Jahren eine neue Organisation. Vorgestellt wurde auch der Markenauftritt der „Südhessen Kliniken gGmbH“. Die Farbe Blau, die beide Häuser bereits in ihrem jeweiligen Markenauftritt hatten, bleibt - allerdings in einer anderen Farbabstufung.
Die beiden Standorte unterscheiden sich mit der Bezeichnung „Campus Mitte“ (Klinikum Darmstadt) und „Campus Woog“ (Agaplesion Elisabethenstift) unterschieden. Das Logo soll Beweglichkeit und Offenheit innerhalb eines sicheren Rahmens symbolisieren.
Zwei Jahre Planungen
„Heute ist der Beginn des Integrationsprozesses“, freut sich Markus Horneber, Vorstandsvorsitzender der Agaplesion gAG, die gemeinsam mit Darmstadt Gesellschafter des neuen Krankenhauses ist. „Hinter uns liegen zwei Jahre intensiver Planungen. Es macht mich stolz, dass wir jetzt gemeinsam den Auftakt des Zusammenschlusses feiern können: Aus zwei traditionsreichen Krankenhäusern wächst ein gemeinsames Haus an zwei Standorten – ein in Deutschland in dieser Größenordnung bisher einzigartiges Projekt.“ Dies zeige nun der gemeinsame Name und der Markenauftritt, so Horneber.
Als nächstes gehe „die operative Arbeit richtig los“, sagt Sven Axt, Sprecher der Geschäftsführung des Klinikum Darmstadt und der Holding. „Der Zusammenschluss wird Schritt für Schritt Realität.“ In den kommenden Wochen sollen die Projektgruppen ihre Arbeit aufnehmen. „Mit dem Ziel, die Strukturen, die es in beiden Häusern gibt, bestmöglich zusammen zu führen“, erklärt Axt.
Die medizinische Zusammenführung der beiden Häuser ist für 2027 vorgesehen. Bis dahin soll das gemeinsame Medizinkonzept Schritt für Schritt umgesetzt werden. Im „Campus Woog“ wird es hauptsächlich eine elektive somatische Versorgung geben, zudem ziehen die Haut- und die Augenklinik aus dem Klinikum in die Landgraf-Georg-Straße. Die Psychosomatik des Klinikums Darmstadt wird künftig die psychiatrische Klinik am Agaplesion Elisabethenstift ergänzen. „Campus Mitte“ wird weiter als Maximalversorger gestärkt werden. Hierhin wechseln die Innere Medizin, die Kardiologie, die Gastroenterologie sowie die stationäre Viszeral- und Unfallchirurgie. Die Notaufnahme und die Intensivstationen am Campus Mitte werden erweitert und ausgebaut. Für Patienten sowie überweisende Ärzte soll sich erstmal nichts ändern.
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