Private Uniklinik

UKGM-Chefärzte beklagen „ruinöse Pattsituation“

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UKGM-Chefärzte beklagen „ruinöse Pattsituation“
UK Gießen Marburg - Standort Gießen © ukgm

Die Landesregierung Hessen und die privaten Betreiber Rhön-Klinikum/Asklepios verhandeln um die Investitionsfinanzierung der Uniklinik Gießen Marburg (UKGM). Die Marburger und Gießener Chefärzte erklären nun in einem Schreiben, dass sie „mit wachsender Besorgnis und Unverständnis zur Kenntnis“ nähmen, dass der Krankenhausbetreiber die aus 2017 stammende Zukunftsvereinbarung mit dem Land Hessen aufgekündigt hat. „Diese Zukunftsvereinbarung hat einige wichtige Aspekte der gemeinsamen Arbeit von Land Hessen und Klinikbetreiber zum Inhalt, die wesentlicher Bestandteil der finanziellen Ausstattung der mittelhessischen Universitätskliniken sind“, schreiben die Chefärzte.

Die Privatisierung der zwei Unikliniken 2006 habe zwei Geburtsfehler mit drastischen Folgen gehabt, so die Ärzte. „Zum einen hatte die Rhön-Klinikum AG – für einen nicht klar definierten Zeitraum - auf die übliche Investitionsförderung durch das Land (Minderheitsgesellschafter) verzichtet. Zum anderen wurde schnell klar, dass der Ersatz der üblichen öffentlichen Investitionsmittelförderung lediglich darin bestand, von der Rhön Klinikum AG rückzahlund zinspflichtige Kredite zu erhalten.“ Mit der Übernahme von Rhön durch Asklepios seien außerdem unmittelbar laufende Investitionsprojekte angehalten worden. „Auch Bauprojekte, zu denen sich teilweise die Rhön-Klinikum AG vorher verpflichtet hatte, wurden gestoppt“, heißt es im Schreiben der Ärzte. Der Tatbestand, dass das UKGM seit 2006 als einziges Großklinikum in Deutschland weitgehend ohne Landesmittel für Investitionen auskommen muss, sei unverantwortlich. „Es kann aber nicht sein, dass aus einer Nichteinigung zwischen dem Mehrheitsgesellschafter des UKGM (Rhön/Asklepios), und dem Minderheitsgesellschafter des UKGM (Land Hessen) eine für das UKGM ruinöse Pattsituation über mehrere Jahre entsteht.“ 

Das komplette Statement der Ärzte lesen Sie hier

Autor

 Jens Mau

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