Das Universitätsklinikum Ulm (UKU) hat die Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm (RKU) vollständig in seine Strukturen übernommen. Wie das Klinikum mitteilt, ist die Integration zum Jahreswechsel erfolgt.
Im Dezember 2021 hatte das UKU bereits die 50-prozentigen Gesellschaftsanteile der Sana Kliniken AG übernommen und das RKU seitdem als 100-prozentiges Tochterunternehmen geführt.
Die Kliniken führen den Zusammenschluss auf strukturelle Gründe und die laufende Krankenhausreform zurück. Sie sehen darin eine Voraussetzung für eine spezialisierte und leistungsfähige Versorgung. Der Standort firmiert nun als „Universitätsklinikum Ulm – Campus Nord Oberer Eselsberg“.
„Unser wichtiges Anliegen ist es, die Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung in der Region zukunftsfähig aufzustellen“, sagte Udo X. Kaisers, Leitender Ärztlicher Direktor des UKU. Er betonte, dass verschiedene Modelle geprüft worden seien und sich der vollständige Betriebsübergang als beste Lösung herausgestellt habe.
Veränderungen an den medizinischen Schwerpunkten
Der Zusammenschluss soll vor allem die Neurologie, Orthopädie und Rehabilitation weiterentwickeln. Akute neurologische Notfälle sollen künftig in der Zentralen Interdisziplinären Notaufnahme des UKU behandelt werden. Am Campus Nord entsteht zudem ein Neubau für das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, in das die Neuropathologie integriert wird.
Die Orthopädie und die Rehabilitationsmedizin bleiben am Campus Nord. Auch Sportmedizin, Psychiatrie sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie sollen dort angesiedelt werden. „Wir gehen außerdem davon aus, dass der Bereich Sportmedizin, die Psychiatrie sowie die Kinder- und Jugendpsychiatrie dort integriert werden“, sagte Kaisers.
Beschäftigte sollen nicht schlechter gestellt werden
Für die rund 1.000 Beschäftigten kündigt das UKU keine Nachteile an. Ein Überleitungstarifvertrag mit Verdi regelt die Bedingungen für die nichtärztlichen Mitarbeitenden. Für viele Beschäftigte in der Pflege rechnet das UKU mit Einkommensverbesserungen. Mit dem ärztlichen Dienst sollen im Jahresverlauf weitere Gespräche folgen.
cs

