Die Uniklinik Köln und die Diakonie Michaelshoven wollen künftig enger zusammenarbeiten und neue Versorgungsmodelle für die Region entwickeln. Das teilten beide Einrichtungen gemeinsam mit. Grundlage ist ein Letter of Intent, der eine strategische Kooperation zur sektorenübergreifenden Versorgung vorsieht.
Ziel der Partnerschaft ist es, medizinische, ambulante und pflegerische Angebote stärker zu verzahnen. Die Partner reagieren damit auf strukturelle Herausforderungen wie den demografischen Wandel, Fachkräfteengpässe und steigende Anforderungen an das Gesundheitssystem. Im Mittelpunkt steht eine koordinierte Versorgung entlang des gesamten Behandlungsverlaufs.
„Mit dieser Partnerschaft gehen wir einen entscheidenden Schritt hin zu einer modernen, vernetzten Gesundheitsversorgung“, sagt Edgar Schömig, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor der Uniklinik Köln. „Unser gemeinsames Ziel ist es, Patientinnen und Patienten entlang ihres gesamten Versorgungswegs zu begleiten – von der Prävention über die Akutbehandlung bis zur Nachsorge.“
Modellprojekte für Kinder und ältere Menschen
Zum Start vereinbaren die Partner zwei Modellprojekte für besonders vulnerable Gruppen. Das Centrum für Familiengesundheit der Uniklinik Köln und die Kinder- und Jugendhilfen der Diakonie Michaelshoven entwickeln gemeinsame Angebote für Familien mit chronisch kranken Kindern. Sie setzen auf eine frühzeitige medizinische und psychosoziale Begleitung.
Ein weiteres Projekt richtet sich an ältere und pflegebedürftige Menschen. Das Centrum für Altersmedizin der Uniklinik Köln und das Evangelische Krankenhaus Weyertal sollen enger mit den Pflegeangeboten der Diakonie Michaelshoven zusammenarbeiten. Geplant ist ein sektorübergreifender Versorgungspfad mit koordiniertem Fallmanagement.
Ausbildung und wissenschaftliche Begleitung
Ergänzend wollen beide Partner bei der Ausbildung von Gesundheitsfachberufen kooperieren. Die Modellprojekte sollen wissenschaftlich begleitet und systematisch ausgewertet werden.
„Die Verbindung von medizinischer Exzellenz und sozialer Fürsorge ist der Schlüssel für zukunftsfähige Versorgungsmodelle“, sagt Uwe Ufer, Kaufmännischer Vorstand der Diakonie Michaelshoven. Ziel sei es, Versorgungslücken zu schließen und bestehende Strukturen effizienter zu gestalten.
cs
