Rund 6.000 Mitarbeitende des Universitätsklinikums Leipzig arbeiten seit Anfang Oktober mit einem neuen Krankenhausinformationssystem. Die Umstellung erfolgte bei laufendem Klinikbetrieb und wurde über zwei Jahre vorbereitet.
Zum 1. Oktober hat das Universitätsklinikum Leipzig das Krankenhausinformationssystem M-KIS der Meierhofer AG in Betrieb genommen. Der Wechsel erfolgte laut Mitteilung planmäßig bei laufendem Klinikbetrieb und umfasste Stationen, Ambulanzen, OP-Säle und zentrale Dienste.
Mit dem Projekt löst das Klinikum sein bisheriges Krankenhausinformationssystem i.s.h.med ab, das vom Hersteller Oracle künftig nicht mehr unterstützt wird. Die Entscheidung für ein Nachfolgesystem sei zugleich genutzt worden, um bislang papiergebundene Prozesse weiter zu digitalisieren und klinische Abläufe stärker zu vernetzen.
Nach Angaben des Klinikums bildet die neue Plattform zentrale Bestandteile des Behandlungsprozesses digital ab, darunter die Patientenkurve, die Medikation und mobile Anwendungen für den klinischen Alltag. Zudem sollen Informationen künftig zentral gebündelt und bereichsübergreifend verfügbar sein.
Gut orchestrierter Systemwechsel
In der zweijährigen Vorbereitung des Systemwechsels waren laut Klinikum rund 800 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ausgebildet sowie etwa 340 Schulungstermine durchgeführt worden. In den ersten Tagen nach dem Produktivstart hätten zusätzliche Fachkräfte die Mitarbeitenden vor Ort begleitet, um die Umstellung zu unterstützen.
Das Klinikum bewertet den Produktivstart trotz der Größe des Projekts positiv. Nach einer vorübergehenden Reduzierung des OP-Programms und einzelner Ambulanzen sei bereits in der zweiten Woche nach dem Go-live wieder weitgehend zum Regelbetrieb zurückgekehrt worden.
clu
