Tarifverhandlungen

Verdi übt Druck auf Länder aus

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Verdi übt Druck auf Länder aus

Zu den laufenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst hat die Gewerkschaft Verdi für die nächsten drei Wochen weitere Warnstreiks im Gesundheitswesen angekündigt. Verdi-Chef Frank Werneke begründete dies am Dienstagnachmittag mit einem "absolut enttäuschenden Verhandlungstag“. Verdi und die Bundesländer hatten sich zuvor am Montag und Dienstag im Potsdam zu einer zweiten Tarifrunde getroffen. Diese sei ergebnislos verlaufen, wie der Verdi-Vorsitzende im Anschluss verkündete. 

Verdi fordert für die Landesbeschäftigten im Gesundheitswesen fünf Prozent mehr Gehalt und mindestens 300 Euro mehr Gehalt wegen der Dauerbelastung in den Gesundheitsberufen durch die Corona-Krise. Auszubildende, Studierende und Praktikanten sollen monatlich 100 Euro mehr bekommen.

Reinhold Hilbers von der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und Finanzminister in Niedersachsen teilte mit, dass die Forderungen unrealistisch, die Gespräche aber dennoch konstruktiv verlaufen seien. Dennoch lehnten die Länder alle Forderungen der Gewerkschaft ab. "Zu keinem einzigen Thema sind sie verhandlungsbereit“, verdeutlichte Werneke.  

Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 27. und 28. November angesetzt. Die bundesweit geplanten Streiks sollen den Druck auf die Gespräche erhöhen. Wann und in welchem Umfang die Aktionen tatsächlich stattfinden, teilte die Gewerkschaft nicht mit. 

Zudem fordert die Gewerkschaft Verdi von einer neuen Bundesregierung ein verbindliches Personalbemessungsinstrument, da die derzeitigen Pflegepersonaluntergrenzen keine gute Versorgung gewährleisteten. In einem ersten Schritt müsse das vorgelegte Personalbemessungsinstrument für die Krankenhauspflege, die PPR 2.0, im Koalitionsvertrag festgeschrieben und unmittelbar umgesetzt werden, teilte Verdi bereits im Oktober mit.

Autor

 Anika Pfeiffer

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