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Weltweit erstes autonomes Roboterlabor in Klinik installiert

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Weltweit erstes autonomes Roboterlabor in Klinik installiert
Roboterlabor in der Asklepios Klinik BAd Oldesloe © Asklepios/Medilys

Die Asklepios Klinik Bad Oldesloe (Schleswig-Holstein) verfügt als erstes Krankenhaus weltweit über zwei autonome Laborroboter, die von Siemens Healthineers und der United Robotics Group entwickelt wurden. Dadurch werden umfassende Analysen und ein Basislabor nachts und am Wochenende ohne den Einsatz von Personal möglich. Das ist besonders für die Notfallversorgung relevant und im Hinblick auf den bundesweiten Fachkräftemangel zukunftsweisend. 

Für den Analysevorgang gibt das Klinikpersonal die Probenröhrchen in eine Übergabestation. Der Robotor entnimmt die Proben, scannt den Barcode, entfernt gegebenenfalls die Probenkappen, sortiert diese in Racks und startet den jeweiligen Zentrifugations- oder Analyseprozess. Das Ergebnis wird anschließend an das bestehende IT-System ermittelt. Im Labor in Bad Oldesloe wird das System zur Blutanalyse der Gerinnungswerte, der Hämatologie und für die Klinische Chemie und Immunologie eingesetzt. Notfallproben werden vom System priorisiert. 

Die kollaborativen Roboter (Cobot) wiegen jeweils 19 Kilogramm und verfügen über mehrere integrierte Kameras. Dank der Roboterarme mit sieben Gelenken und einer Reichweite von 1,26 Metern können Laborgeräte bedient werden, die auf fünf Quadratmetern um den Roboter herum angeordnet sind. Das System ist an das digitale Laborinformationssystem angeschlossen, in dem auch die Analyseergebnisse zur Verfügung stehen. Die Roboter arbeiten völlig autonom und benötigen keine menschliche Unterstützung, wodurch das Labor in der Nacht oder an Wochenenden auch ohne Medizinisch-Technische-Laboratoriumsassistenten betrieben werden kann.

Laut Chief Medical Officer der Asklepios Kliniken, Prof. Dr. Christoph U. Herborn, hätte die Technologie das Potenzial, bundesweit an vielen Standorten zum Einsatz zu kommen. "Mit dem Robotersystem können wir unser Laborpersonal entlasten und die Verfügbarkeit des Labors erhöhen", so Herborn. 

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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