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Zusammenbruch des Gesundheitssystems befürchtet

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Zusammenbruch des Gesundheitssystems befürchtet
© Gettyimages/deepblue4you

Neun von zehn Bürgern sehen Personalmangel bei Ärzten als größte Herausforderung für Kliniken. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Instituts Toluno im Auftrag der Asklepios Kliniken. 

Demnach hätten 60 Prozent der Befragten mitbekommen, dass Abteilungen aufgrund von Personalmangels schließen mussten. 61 Prozent der Befragten befürchten einen Zusammenbruch des Gesundheitssystems bei einer Pandemie, wie zum Beispiel durch das Corona-Virus. Die Umfrage zeige, dass die Bevölkerung die Bedeutung des Personalmangels für die deutschen Krankenhäuser klar erkannt habe, so Kai Hankeln, CEO der Asklepios Kliniken, in einer Pressemitteilung. 95 Prozent der Befragten schätzten die Knappheit beim Pflegepersonal als noch größere Herausforderung ein. "Es scheint sogar, als sei das Verständnis der Bürger für die Situation hier besser entwickelt als bei manchem Kassenfunktionär", so Hankeln. Mehr als die Hälfte der Befragten spreche sich für eine Unterstützung beziehungsweise Bezuschussung durch Kostenträger und Entscheider bei der Ausbildung von Pflegekräften aus, oder forderten, dass mehr Geld in die stationäre Versorgung invesitert werde. Denkbar wäre aus Sicht der Befragten auch, das Pflegepersonal von weniger qualifizierten Tätigkeiten zu entlasten oder die Bürokratie abzubauen.

Insgesamt seien die Befragten aufgeschlossen gegenüber Fachkräften – Ärzte und Pflegekräfte – aus dem AuslandMehr als jeder Dritte wünsche siche Unterstützung bei der Anwerbung ausländischer Pflegekräfte und fordern eine schnellere Abwicklung der langwierigen Prozesse, zum Beispiel bei der Erteilung einer Arbeitserlaubnis bei identischer Ausbildung. 

Um den Ärztemangel zu beheben, fordern 82 Prozent der Befragten mehr Medizin-Studienplätze sowie bessere Arbeitsbedingungen für die Ärzte. Dazu zählen bessere Arbeitszeiten und Bezahlung, weniger Zeitdruck und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

   

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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