Kankenhausplanung NRW

"Zwangsallianzen kein Allheilmittel"

  • Krankenhausplanung
"Zwangsallianzen kein Allheilmittel"
© Gettyimages/eyewave

Der neue Krankenhausplan in Nordrhein-Westfalen wird den den Druck zu mehr Transparenz erhöhen, erwartet die Paderborner Diözesan-Caritasdirektorin Esther van Bebber. Auf dem ersten Katholischen Krankenhaustag in NRW warnte sie davor, Zwangsallianzen von Kliniken als Allheilmittel zu sehen. „Kooperationen können auch schief gehen“, sagte sie und verwies auf mögliche kartellrechtliche Einwände. Zudem dürfe bei allem Fokus auf die Konzentrationsintention in Ballungsräumen die besondere Lage der ländlichen Regionen nicht aus dem Blick geraten. Hier gelte es vielmehr, einer Unterversorgung entgegenzuwirken. Bei trägerübergreifenden
Fusionen werde zudem die Frage des katholischen Markenkerns eine wichtige Rolle spielen. 

Krankenhäuser seien Orte von Kirche, sagte Antonius Hamers, Leiter des Katholischen Büros der NRW-Bistümer. „Wir sehen unseren christlichen Auftrag besonders in der Anwaltschaftlichkeit für vulnerable Patientengruppen, beispielsweise Menschen mit Handicap, Demente und sozial Benachteiligte“, betonte er. Es sei von großer gesellschaftlicher Bedeutung, dass die Kirche als freigemeinnütziger Träger in diesem wichtigen gesundheitlichen Feld engagiert bleibe.

Ziel des neuen Krankenhausplans in NRW sei, dass nicht mehr alle Krankenhäuser alle Leistungen anbieten, sagte Ulrich Langenberg vom NRW-Gesundheitsministerium. Die Entscheidung über Fusionen liege letztendlich bei den Trägern, aber „es wird nicht ohne trägerübergreifende Kooperationen gehen“, betonte er. Ab 2022 soll in Regionen ausgehandelt werden, welche Krankenhäuser künftig welche Leistungen erbringen. Zu erwarten sind dabei auch Standortschließungen in Regionen mit einer hohen Krankenhausdichte.

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Mit unserem täglichen Newsletter informieren wir bereits rund 10.000 Empfänger über alle wichtigen Meldungen aus den Krankenhäusern und der Gesundheitsbranche

Kontakt zum Kundenservice

Rufen Sie an: 0 56 61 / 73 44-0
Mo - Fr 08:00 bis 17:00 Uhr

Senden Sie uns eine E-Mail:
info@bibliomedmanager.de

Häufige Fragen und Antworten finden Sie im Hilfe-Bereich