Interview mit Klaus Bathen

"Es schließen sich vier gesunde Unternehmen zusammen"

  • Klinikmarkt
  • Management
  • 23.11.2020

f&w

Ausgabe 12/2020

Seite 1107

Klaus Bathen ist Hauptgeschäftsführer der Katholischen St.-Johannes-Gesellschaft Dortmund.

Vier katholische Krankenhausträger im Ruhrgebiet wollen sich zusammenschließen. Klaus Bathen, Hauptgeschäftsführer der Katholischen St.-Johannes-Gesellschaft Dortmund, berichtet über die nächsten Schritte.

Herr Bathen, seit wann planen Sie diesen Zusammenschluss?

Die ersten Kontakte sind vor drei Jahren entstanden. Wir waren uns einig, dass es sinnvoll wäre, enger zusammenzurücken. Das mündete in die erste informelle Voranfrage beim Bundeskartellamt, die positiv beschieden wurde. Wenn wir das offizielle Vorprüfverfahren bestehen und die „technischen Zwischenschritte“ hinter uns haben, können wir die Verträge im Frühjahr 2021 unterzeichnen.

In welchen Strukturen werden Sie arbeiten?

Das ist noch nicht final entschieden. Voraussichtlich werden wir aber mit vier Geschäftsführern starten und uns die Zuständigkeiten aufteilen. Das ist natürlich eine große Umstellung. Wir müssen uns eng abstimmen, man gibt Verantwortung ab. Wir werden aber keine zentrale Verwaltung mit mehreren Hundert Mitarbeitern schaffen. Die Einheiten werden weiter dezentral arbeiten, aber es wird eine zentrale Zuordnung der Geschäftsführer für Themen wie zum Beispiel Personal, Finanzen oder Fort- und Weiterbildung geben. Zudem wird jeder eine Standortverantwortung in seinem alten Haus tragen.

Was wird der Fusion zum Opfer fallen? Werden Sie Abteilungen oder Standorte schließen?

Wir haben ganz bewusst noch kein medizinisches Konzept erarbeitet. Unsere Krankenhäuser sind gut aufgestellt. Keine Gesellschaft ist in Schieflage, hier schließen sich vier gesunde Unternehmen zusammen. Wir werden nach dem Zusammenschluss in den sekundären und tertiären Bereichen starten. Hier sehen wir großen Handlungsbedarf: Apotheke, Labor, Hygiene, aber auch die Bündelung von Know-how, etwa in der IT. Unser medizinisches Spektrum werden wir erst mittelfristig abgleichen.

Können Sie bereits abschätzen, welche Folgen die neue Krankenhausplanung in NRW für den neuen Verbund haben wird?

Wir haben das natürlich analysiert. Wir sind gut vorbereitet für die dann anstehenden Gespräche. Ich halte es aber für noch zu früh, das bereits jetzt zu vertiefen.

Hat das Kind schon einen Namen?

Nein, noch nicht. Bei den großen Themen ist man sich da manchmal schneller einig (lacht), aber spätestens im Frühjahr werden wir einen haben.

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