Leitlinien

Siegel für Sicherheit

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  • 22.12.2020

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Ausgabe 1/2021

Seite 80

Prof. Dr. Matthias Köhler Geschäftsführer Medizin der VAMED Kliniken Deutschland GmbH.

 

Seit dem Frühjahr 2020 hat die Corona-Pandemie massive Auswirkungen auf die Rehabilitation in Deutschland. Im Sommer verspürten wir eine kurze Erholungsphase, Hoffnung keimte auf, mit einem blauen Auge davongekommen zu sein. Heute befinden wir uns inmitten einer zweiten Welle mit ähnlich verheerenden Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft und müssen uns, trotz berechtigter Hoffnung auf einen Einsatz wirksamer Impfstoffe, auf eine längere Phase mit dem Virus einstellen.

Für die Reha-Einrichtungen bleibt die Lage angespannt. Viele leiden unter einer reduzierten Belegung, was im Falle der Anschlussheilbehandlungen oft auf verschobene elektive Akut-eingriffe und im Heilverfahrenbereich auf Absagen aus Angst vor Ansteckungen zurückzuführen ist. Neben den wirtschaftlichen Einbußen haben die Einrichtungen besonders mit der Unsicherheit im Umgang mit der Pandemie zu kämpfen. Wie kann unter diesen Umständen eine nachhaltig wirksame therapeutische Behandlung sichergestellt werden? Gruppentherapeutische Angebote werden reduziert, Patientenschulungen können nicht wie gewohnt stattfinden und die Abläufe müssen aufgrund sich ständig ändernder Rahmenbedingungen immer wieder hinterfragt und angepasst werden.

Doch nicht nur Klinikbetreiber sind verunsichert – auch Patienten und ihre betreuenden Ärzte fragen sich, ob unter diesen Umständen eine Rehabilitation sicher ist. Hier versucht die Initiative Qualitätskliniken.de mit dem Corona-Check-Siegel eine wichtige Orientierungshilfe zu bieten.

Das Siegel verspricht keine absolute Sicherheit während der Reha – die gibt es nicht. Es zeigt aber, welche Kliniken klare, standardisierte und nachvollziehbare Regelungen mit der Bedrohung durch SARS-CoV-2 getroffen haben. Die Anforderungen, die für das Tragen des Siegels erfüllt sein müssen, stellen einen Mindeststandard dar, einen gemeinsamen Nenner aller relevanten Schutzmaßnahmen und Empfehlungen, die von Behörden und Kostenträgern gestellt werden. Qualitätskliniken.de hat mit Experten unterschiedlicher Leistungserbringer eine Checkliste erstellt, in welcher relevante Schutzmaßnahmen für Patienten und Mitarbeiter aufgeführt sind. Nur wenn Kliniken alle diese Kriterien erfüllen, dürfen sie das Corona-Check-Siegel tragen und auf der Seite Qualitätskliniken.de damit werben. So erhalten Rehabilitanden, aber auch Zuweiser und Kostenträger einen hohen Grad an Zuverlässigkeit darüber, dass ausreichende Schutzmaßnahmen in der ausgesuchten Reha-Klinik standardisiert implementiert wurden und eine so weit wie möglich sichere therapeutische Behandlung gewährleistet wird. Über 100 Reha-Kliniken wurden bereits mit dem Corona-Check-Siegel ausgezeichnet und demonstrieren damit ihre Bemühungen, ihren Patienten einen hohen Sicherheitsstandard zu bieten. Eine Initiative, die helfen kann, das Vertrauen der Patienten in diesen unsicheren Zeiten zurückzugewinnen.

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