Einstellungsgespräch mit Dirk Köcher

Die volle Aufmerksamkeit

  • Einstellungsgespräch
  • Management
  • 13.05.2022

f&w

Ausgabe 5/2022

Seite 463

Dirk Köcher

Herr Köcher, wie lief Ihr erstes Einstellungsgespräch?

Kurz vor dem Abitur absolvierte ich erfolgreich mein 2,5-tägiges Assessment in Köln zur Aufnahme in die Offizierslaufbahn. Eine so intensive und komplexe Stresssituation war für mich damals ganz neu und vollkommen ungewohnt. Von den knapp 100 gestarteten Bewerbern in diesem Prüfungsdurchgang bekamen danach nur etwa 25 bis 30 die Übernahme in die zwölfjährige Laufbahn inklusive Studium angeboten. Ich gehörte dazu.

Was war Ihr einprägsamstes Erlebnis während eines Bewerbungsgesprächs?

Vor etwa fünf Jahren war ich mit einer akuten Blinddarmoperation Patient in der eigenen Klinik. Am zweiten Tag nach dem Eingriff stand ein bereits länger geplantes Bewerbungsgespräch mit mehreren tschechischen Ärzten an. Das Gespräch fand deshalb direkt an meinem eigenen Krankenbett statt. Einer dieser Ärzte arbeitet heute noch dort.

Was war zuletzt Ihre größte berufliche Herausforderung?

Meine größte berufliche Herausforderung habe ich gerade im April 2022 mit meiner neuen Aufgabe angenommen. Mit dem Städtischen Klinikum Dresden mit mehr als 1.400 Betten verantworte ich als Kaufmännischer Direktor eine der größten Kliniken in Sachsen. Im Jahr 2021 wurde durch den Stadtrat der Landeshauptstadt Dresden ein medizinisch, baulich und finanziell sehr anspruchsvolles Zukunftskonzept für die vier in Dresden verteilten Klinikstandorte beschlossen. Zusätzlich zum operativen Geschäft bedarf dies von Beginn an meiner vollen Aufmerksamkeit.

Die drei meistgenutzten Apps auf Ihrem Smartphone sind …?

Whatsapp, Welt-App und Instagram. Über Erstere bin ich auch heute noch mit fast meinem gesamten Familien- und Freundeskreis verbunden, egal wo sich dieser in Deutschland oder im Ausland gerade befindet. Über die Welt-App versuche ich unterwegs einen guten Nachrichtenüberblick zu bewahren und mit Instagram kann ich abseits der Arbeit gut abschalten und mich inspirieren lassen. 

Was tun Sie in Ihrer Freizeit am liebsten, um zu entspannen?

Die Zeit mit der Familie und unserem Hund ist natürlich die beste, um den Kopf von den zahlreichen beruflichen Themen wieder frei zu bekommen. Ich lese sehr gern – richtige Bücher (in Papier!). Vor einigen Jahren habe ich zudem das Mountainbiken für mich entdeckt. Die Familie radelt dabei natürlich fleißig mit – die anspruchsvollen Trails bergab werden allerdings mir überlassen!

Dirk Köcher ist Kaufmännischer Direktor am Städtischen Klinikum Dresden. Der Diplom-Kaufmann studierte während seiner Offizierslaufbahn an der Universität der Bundeswehr München Wirtschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt Gesundheitsökonomie. 2009 wechselte er an die Weißeritztal-Kliniken, zu denen die Standorte Freital und Dippoldiswalde gehören. In der Sächsischen Krankenhausgesellschaft leitet er den Fachausschuss für Krankenhausorganisation und ist Vorsitzender der Landesgruppe Mitteldeutschland im Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands e. V.

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