Eine sehr hohe Marktdynamik, viele Schließungen, Planungsunsicherheit und ein hoher Liquiditätsdruck kennzeichnen die Marktlage der deutschen Krankenhäuser im ersten Halbjahr 2023. Das spiegelt sich in der elften Auflage des Fusionsradars von f&w und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Curacon wider.
Die Marktdynamik ist im ersten Halbjahr 2023 mit 51 Meldungen in der Transaktionsstatistik höher als in allen Halbjahren von 2019 bis 2022. Überraschenderweise zeigt sich in der Analyse ein vielfältiges, ambivalentes Bild. Zum einen konnte man in der Presse von vielen Plänen für Zusammenschlüsse lesen, die zurückgestellt oder gar abgesagt wurden, weil man auf die Beschlüsse zur Krankenhausreform im Juli 2023 wartete und folglich erst dann die eigene Krankenhausstrategie und die Medizinstrategie daran ausrichten wollte. Zum anderen gibt es auch Beispiele für proaktives Handeln. Man forciert Zusammenschlüsse, um gemeinsam als fusioniertes Krankenhaus ein höheres Level in den Versorgungsstufen der Reform zu erreichen, was man als einzelnes Krankenhaus nicht hätte schaffen können.
f&w und Curacon nehmen die Bewegungen im deutschen Krankenhausmarkt genauer unter die Lupe. Das f&w-Curacon-Fusionsradar erfasst alle Transaktionen, Kooperationen und Schließungen im deutschen Krankenhausmarkt und wird regelmäßig aktualisiert. Alle Beiträge finden Sie hier.
Beispielsweise wollen das Dreifaltigkeits-Hospital und das Evangelische Krankenhaus in Lippstadt fusionieren, um ein Haus der Maximalversorgung für die Region zu schaffen. Auch wollen die kommunalen Kliniken in Schmalkalden und Bad Salzungen kooperieren, um die durch den Bund vorgegebene Leveleinteilung für beide Standorte möglichst effizient und leistungsorientiert zu gestalten. Als weiteres Beispiel für proaktives Handeln könnte die erste vollzogene Umwandlung eines Krankenhauses in ein regionales Gesundheitszentrum mit reduziertem medizinischen Angebot interpretiert werden, die im April 2023 beim Marienhospital Ankum-Bersenbrück stattfand.
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