Aktuelle Klinik-Umfrage

Engpässe bei versorgungskritischen Arzneien für Kliniken

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Engpässe bei versorgungskritischen Arzneien für Kliniken
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Eine Umfrage unter deutschen Krankenhäusern förderte eine Liste von 280 verschiedenen Wirkstoffe zutage, die zum Zeitpunkt der Erhebung aufgrund von Lieferschwierigkeiten in den Klinikapotheken fehlten. Darunter 30, die die jeweiligen Klinikapotheken als versorgungskritisch einstuften. Dazu gehörten Antibiotika, Krebsmedikamente und Anästhetika. Arzneimittel also, die speziell für den Einsatz im Krankenhaus hergestellt werden. Das sind die Ergebnisse einer Ad-hoc-Befragung des Bundesverbands Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) im Februar 2017. Die befragten Kliniken stellten zusammen 6 Prozent der deutschen Klinikbetten.

„Es fehlen für die Versorgung in der Klinik wichtige Arzneimittel", sagte ADKA-Präsident Rudolf Bernard auf einer Pressekonferenz in Berlin. Seine Kritik richtet sich gegen einen in seinen Augen undurchsichtigen Pharmamarkt, bei dem nicht ersichtlich sei, welche Mengen an Arzneimitteln hierzulande jeweils vorrätig seien.

Aus Sicht der AOK Baden-Württemberg, die die Ergebnisse zusammen mit der ADKA in Berlin präsentierte, sei aufgrund der Umfrageergebnisse eine „umfassende Transparenzoffensive überfällig", sagte der Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg, Christopher Hermann. Dafür brauche es „gesetzlich sanktionierbare Pflichten" seitens der Pharma-Industrie, die solche Lieferengpässe laut Hermann derzeit kaum melde.

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