Notfallversorgung

Christliche Häuser fordern extrabudgetäres Modell

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Christliche Häuser fordern extrabudgetäres Modell
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Die christlichen Kliniken fordern für die Finanzierung der allgemeinen Notfallversorgung ein sektorenübergreifendes, extrabudgetäres Modell außerhalb des KV-Budgets. Wie der Dachverband CKiD in der aktuellen Ausgabe seiner Mitgliederzeitung darlegt, brauche es ein Stufenkonzept zur Refinanzierung der Vorhaltekosten der Kliniken durch Zu- und Abschläge statt einer Festlegung von Zugangsvoraussetzungen zur Notfallversorgung. Der CKiD fordert daher, die Kosten von Notfällen durch das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus kalkulieren zu lassen und dieses als Grundlage für weitere Entscheidungen zu nehmen. Bundeseinheitliche Strukturvorgaben wie die zwangsweise Einrichtung von Portalpraxen lehnt der Verband ab. Damit würden regional bereits vorhandene und aus Sicht des Verbandes sehr erfolgreiche Netzwerke und Kooperationen übergangen und in ihrer Existenz gefährdet.

Die politische Zielsetzung einer verpflichtenden Zusammenarbeit der Sektoren in der Notfallversorgung stelle keine Lösung für die Finanzierungsfrage dar, kritisiert der Verband. "Zwischen den gesetzlichen Anforderungen der Politik und der Arbeitsrealität klafft eine große Lücke", wird die Chefärztin einer Notaufnahme am Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge in Berlin, Rotraut Asche, in dem Verbandsmagazin zitiert. Der CKiD vertritt nach eigenen Angaben über 600 Krankenhäuser in Deutschland, von denen 87 Prozent an der Notfallversorgung teilnehmen und vier von zehn Kliniken Verlegungskonzepte und schriftliche Kooperationsvereinbarungen für die Notfallversorgung vorweisen können.

Autor

 Peter Carqueville

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