BDPK Bundeskongress

Hamburg fordert bundesweite Initiative für Krankenhausinvestitionen

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Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks sprach auf dem diesjähigen Bundeskongress des Bundesverbands Deutscher Privatkliniken (BDPK) © F. Albert / Bibliomed

Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks spricht sich für ein neues Investitionsförderprogramm für Krankenhäuser in der kommenden Legislaturperiode aus. Die entsprechenden Mittel sollen die Länder aber nur unter der Bedinung abrufen können, dass sie diese durch eigene Zuschüsse ergänzen, sagte die SPD-Politikerin auf dem heute in Hamburg stattfindenden Bundeskongress des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken (BDPK). Die Länderzuschüsse sollten zusätzlich zu bereits bestehenden Investitionsmitteln bereit gestellt werden. Prüfer-Storcks zeigte sich vor den rund 150 Teilnehmern überzeugt, dass dieses Thema ein Schwerpunkt der Gesundheitspolitik in den kommenden vier Jahren sei wird. Ein weiteres wichtiges Thema werde die Verbesserung der Kooperation und Kommunikation zwischen den Sektoren und den verschiedenen Professionen im Gesundheitswesen sein, etwa in der Notfallversorgung.

Prüfer-Storcks, die sich optimistisch zeigte, im Fall einer SPD-Regierungsbeteiligung auch den Koalitionsvertrag ihm Bereich Gesundheit mit auszuhandeln, verteidigte zudem die geplante Einführung von Pflegepersonaluntergrenzen. Der Vorstandsvorsitzende der Sana-Kliniken, Thomas Lemke, hatte zuvor in einer Wortmeldung unter anderem die Befürchtung geäußert, dass der Pflegeberuf durch weitere Reglementierung zusätzlich an Attraktivität verlieren könnte. Er bezog sich auf eine Umfrage unter 1.800 Pflegeschülern des Sana-Konzerns, die gezeigt habe, dass sich angehende Pflegekräfte ein flexibles und interdisziplinäres Arbeiten wünschen. Der Pflegeberuf werde nicht attraktiver, wenn man Pflegekräfte überlaste, antwortete Prüfer-Storcks. Sie bezog sich mehrfach auf das Gutachten, dass der Hamburger Gesundheitsökonom Jonas Schreyögg für die politische Expertenkommission Pflege verfasst hat und auf dem die aktuelle politische Initiative zur Einführung von Pflegepersonaluntergrenzen fußt.

Methodik wie auch Ergebnisse des Gutachtens werden von renommierten Experten aus dem Gesundheitssystem indes als untauglich bezeichnet (siehe auch f&w 6/2017). So kritisiert Pflegewissenschaftlerin Pia Wieteck in f&w die grundlegende Methodik des Gutachtens. f&w-Hauptstadtkorrespodent Stephan Balling berichtet in der aktuellen f&w von den Verhandlungen um das Vorhaben in der Koalition, das sich derzeit ausschließlich auf die Forderungen der Arbeitnehmervertreter bezieht. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung sollen bis kommendes Jahr eine entsprechende Vereinbarung treffen, die laut der Hamburger Gesundheitssenatorin dann - zusammen mit anderen Personalvorgaben - 70 Prozent aller Krankenhausbehandlungen abdecken soll. 

Autor

 Florian Albert

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