Nach geplanter Klinikschließung in Wadern

Nordsaarland-Klinikum: Studie soll bis November vorliegen

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Nordsaarland-Klinikum: Studie soll bis November vorliegen
© Marienhauskliniken St. Elisabeth Wadern - St. Josef Losheim am See

Nachdem kürzlich erste Ideen für ein Nordsaarland-Klinikum bekannt geworden waren, hat die saarländische Landesregierung jetzt genauere Angaben zum weiteren Vorgehen gemacht. Eine Machbarkeitsstudie soll nun klären, ob ein neues Klinikum oder ein Gesundheitspark am Standort Wadern mittelfristig realisiert werden kann, teilte das saarländische Gesundheitsministerium gestern Abend mit. Die Studie soll bis spätestens Anfang November vorliegen. Ziel sei es, „die Hochwald-Region nicht von einem hochwertigen medizinischen Versorgungsangebot abzukoppeln“, erklärte Staatssekretär Stephan Kolling nach einem Treffen mit Vertretern einer Bürgerinitiative im Sozialministerium.

Hintergrund für das Treffen ist die geplante Schließung der Klinik in Wadern Ende des Jahres. Um die notärztliche Versorgung auch zukünftig zu sichern, werde nun der Neubau einer neuen Rettungswache in Wadern geplant, teilte das Ministerium mit. Zudem sei ein Notarztvertrag mit den Ärzten von Marienhaus mit einer 24-stündigen Erreichbarkeit abgeschlossen worden. Ein Sondergutachten des Gesundheitsministeriums zeige zudem, „dass schwerwiegende Notfälle bereits jetzt an Wadern vorbei geführt wurden und der Rückgang der Fälle bei 20 Prozent liegt.“

Trotz der Klinikschließung in Wadern solle sich die stationäre Versorgung im Hochwald nicht verschlechtern, so das Gesundheitsministerium. Der Krankenhausplan werde für die Standorte Losheim, Merzig, Lebach und Sankt Wendel „entsprechende Aufwüchse von Betten“ vorsehen. Auch die geriatrische Versorgung im Hochwald solle deutlich verbessert werden. „Unser Bestreben ist es, die Standorte zu halten, damit das Verbundklinikum erfolgreich seine Arbeit leisten kann“, teilte das Ministerium mit. 

Unterdessen kritisierte die Saarländische Krankenhausgesellschaft (SKG) den Entwurf der Landesregierung für ein neues Krankenhausgesetz, wie der Saarländische Rundfunkt berichtet. Die SKG moniert, dass die Landesregierung Fördermittel davon abhängig machen wolle, dass eine Mindestanzahl an Pflegekräften auf den Stationen vorhanden sei und es eine Kooperation mit einem anderen Krankenhaus gebe. Ähnlich hatte sich die Geschäftsführerin des Klinikums Saarbrücken, Susann Breßlein, im Interview mit f&w geäußert. Die SKG mahnt aber an, dass zunächst die Finanzierung der zusätzlichen Stellen gewährleistet sein müsse. 

Autor

 Hendrik Bensch

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