Der Geschäftsführer der Klinikum Ingolstadt GmbH, Alexander Zugsbradl, hat seine Tätigkeit beim Krankenhauszweckverband und beim Klinikum und deren Tochtergesellschaften gestern niedergelegt. Das gab die Stadt Ingolstadt in einer kurzen Mitteilung bekannt. Zugsbradl sei auf eigenen Wunsch ausgeschieden.
Zugsbradl hatte am Tag der Bundestagswahl auf Twitter den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) als einen „scharf an der Debilität vorbeischrammende[n] Pflaumenaugust“ bezeichnet. Der Ingolstädter Oberbürgermeister Christian Lösel (CSU), der Vorsitzender des Krankenhauszweckverbands und des Aufsichtsrats der Klinikum GmbH ist, hatte daraufhin „eine rechtliche Prüfung hinsichtlich gebotener dienstvertraglicher Konsequenzen“ in Auftrag gegeben, wie ein Pressesprecher dem Donaukurier mitteilte.
Den Krankenhauszweckverband und das Klinikum Ingolstadt wird nun Andreas Tiete zunächst als alleiniger Geschäftsführer weiter leiten. Anfang kommenden Jahres wird Monika Röther als Mitgeschäftsführerin die Leitung des Klinikums verstärken.