+++ Revolutionary Hospital +++

Die Blutkonserve kommt per Drohne

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Was Amazon und Google im großen Stil für ihre Versandwege planen, wollen ein Krankenhausmanager und eine Firma aus Ostwestfalen nun im deutschen Gesundheitswesen realisieren: Drohnen sollen den Transport von Blutkonserven und Laborproben in Krankenhäuser übernehmen und den Pkw als Beförderungsmittel ablösen. Die ersten Tests sind vielversprechend.

Der Motor startet, die vier Rotoren beginnen sich zu drehen, langsam steigt die schwarz-weiße, rund einen Meter Durchmesser große Drohne senkrecht in die Höhe, bis sie rund 50 Meter über der Erde schwebt. Unten eingehängt ist ein runder orangefarbiger Container mit einem roten Kreuz. Er ist vor dem bewölkten, grauen Himmel noch gut zu erkennen, als das Fluggerät auf rund 30 km/h beschleunigt und seinem einprogrammierten Ziel entgegenfliegt. In der Box liegt eine Blutkonserve, die in gut zehn Minuten ihr Ziel, einen etwa fünf Kilometer entfernten Flurweg, erreichen soll.

Es ist einer von vielen Testflügen, die der Krankenhausmanager Dr. Dennis Göbel und der Unternehmer Jörg Brinkmeyer von Globe UAV kurz vor Weihnachten im westfälischen Delbrück angesetzt haben. Wenn die Technik den Praxistest besteht, könnten bereits in wenigen Wochen die ersten Drohnen in den Krankenhäusern der Stiftung Kreuznacher Diakonie starten und landen, wo Göbel Vorstand und Leiter des Geschäftsfelds Krankenhäuser und Hospize ist. Es wäre hierzulande eine Premiere, auf die er viele Jahre hingearbeitet hat. Bereits im Frühjahr 2015 hatte Göbel in f&w sein Vorhaben skizziert, Blutkonserven in Frankfurt per Drohnen von der Blutbank zu den verschiedenen Krankenhausstandorten zu transportieren. Was damals noch wie „Science Fiction“ klang, ist heute zum Greifen nahe.

Autor

 Florian Albert

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