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Reha-Bündnis drängt auf geringere Ablehnungsquoten

Reha-Bündnis drängt auf geringere Ablehnungsquoten
© Bundesverband Deutscher Privatkliniken

Ein Bündnis aus Vertretern aus dem Reha-Bereich hat sich dafür ausgesprochen, dass Krankenkassen mehr Reha-Anträge genehmigen. Das ist eine der zentralen Forderungen von mehr als 250 Reha-Einrichtungen, des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken (BDPK) und des Arbeitskreises Gesundheit, die zusammen heute eine Kampagne in Berlin gestartet haben. Fast jeder zweite Reha-Antrag, der keine Anschluss-Reha an einen Krankenhausaufenthalt ist, werde abgelehnt, kritisieren die Initiatoren der Kampagne. Sollte der Reha-Träger eine Maßnahme ablehnen, solle er künftig einen "nachvollziehbaren" Ablehnungsbescheid vorlegen und "alternative Maßnahmen" aufzeigen, fordert das Reha-Bündnis.

Die Initiatoren der Kampagne mahnen zudem eine bessere Vergütung in der Reha an. Mit dem Entwurf für ein Reha- und Intensivpflege-Stärkungs-Gesetz habe die Gesundheitspolitik einen "ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht". Geplant ist, dass die Vergütung künftig auch stärker steigen darf als der Anstieg der Grundlohnsumme. Bislang sind die Krankenkassen an die Grundlohnrate gebunden.

Darüber hinaus fordern die Mitglieder des Reha-Bündnisses, dass Patienten künftig ihre Einrichtung frei wählen können und keine zusätzlichen Kosten tragen müssen. Bislang bestimmen die Kranken-, Renten- und Unfallversicherung, welche Einrichtung der Patient nutzen soll. Diese können zwar selber eine andere Einrichtung wählen, müssen dann aber die zusätzlichen Kosten tragen. Mit dem Reha- und Intensivpflege-Stärkungs-Gesetz soll sich das nun ändern. Vorgesehen ist: Künftig sollen sich die Versicherten und Krankenkassen die zusätzlichen Kosten teilen.  "Doch dieser Änderungsvorschlag geht noch nicht weit genug", kritisiert das Reha-Bündnis. Patienten sollten "jede geeignete, zertifizierte" Reha-Einrichtung wählen dürfen, ohne Mehrkosten zu tragen, fordern die Kampagnen-Initiatoren.

Im Jahr 2017 behandelten mehr als 1.100 medizinische Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen zwei Millionen Patienten. Im vergangenen Jahr gab es rund 759.000 Leistungsfälle in der medizinischen Reha der Gesetzlichen Krankenversicherung – ein Plus von etwa zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Autor

 Hendrik Bensch

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