Gesetzentwurf

Lob und Kritik für Spahns Notfallpläne

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Lob und Kritik für Spahns Notfallpläne
© iStock.com/vm

Gesundheitsminister Jens Spahns Vorschläge für eine Reform der ambulanten Notfallversorgung haben unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen.

Der Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands e.V. (VLK) zeigte sich in einer Pressemitteilung "entsetzt" über die geplante "Reduktion der Notfallstandorte auf ca. 50 Prozent der derzeitigen Kapazitäten". Präsident Michael A. Weber sagte: "Für die Krankenhausärzte ist dieser Entwurf ein absolutes No-Go. Hier möchte man durch Angebotsverknappung und Gatekeeperfunktion der KV stationäre Aufnahmen um jeden Preis verhindern." Die Patienten müssten in der Folge mit noch längeren Wegen und Wartezeiten rechnen. Spahn solle stattdessen an der ursprünglichen Zielsetzung festhalten und die ambulante Notfallversorgung durch Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte gemeinsam und besser abgestimmt am Standort der Kliniken zu gestalten.

Bereits gestern hatte die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) die Pläne als "Kniefall" des Ministeriums vor dem KV-System bezeichnet.

Positiv äußert sich Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen (vdek). "Gut ist insbesondere die geplante Einführung von Integrierten Notfallzentren (INZ) an geeigneten Krankenhausstandorten. Als erste Anlaufstellen für Patienten können die INZs Patienten effektiv in die richtige Versorgung lenken (Arztpraxis, ambulanter Notdienst oder Notaufnahme in der Klinik)." (zur kompletten Pressemitteilung).

Auch der Hartmannbund begrüßt die Pläne des Gesundheitsministers. "Wir nehmen vor allem wohlwollend zur Kenntnis, dass – gegenüber ersten Planungen – die Sicherstellung der Notfallversorgung in ärztlicher Hand bleiben und nicht an die Länder übertragen werden soll", sagte der Sprecher des Hartmannbundes, Michael Rauscher (zur kompletten Pressemitteilung).

Autor

 Florian Albert

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