Antrag beim Amtsgericht Celle

Peiner Klinikum ist insolvent

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Peiner Klinikum ist insolvent
Piggy bank upside down on the shelf. © malerapaso
Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung hat die Klinikum Peine gGmbH am vergangenen Freitag einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Celle gestellt. Das gibt das Unternehmen in einer Mitteilung bekannt. Der Betrieb des Peiner Klinikums werde jedoch normal weitergehen, gerade im Hinblick auf die aktuelle Corona-Krise, heißt es weiter. Mit dem Insolvenzantrag solle unter besseren Voraussetzungen ein Neuanfang des Peiner Klinikums erfolgen. Mit dem vom Gericht bestellten Sachwalter werde man Sanierungsmöglichkeiten prüfen.   Der Landkreis Peine will für den Erhalt des Klinikums kämpfen. "Wir setzen uns mit all unserer Kraft für den Erhalt des Krankenhausstandortes Peine ein", erklärt Landrat Franz Einhaus in einer Pressemitteilung. Es sei allen Beteiligten klar, dass das Land Niedersachsen keine Liquiditätshilfen für das Krankenhaus geben könne. "Wir erwarten allerdings die übliche finanzielle Unterstützung für bauliche und technische Veränderungen im Rahmen der Krankenhausplanung. Hier sehen wir das Land ganz klar in der Verantwortung", sagt Einhaus. Aber auch die kommunale Krankenhauslandschaft der Region müsse künftig enger zusammenarbeiten, um medizinische Angebote sinnvoll aufeinander abzustimmen und Synergien nutzen zu können.

"Dass das Klinikum Peine nun parallel zu der ausgesprochen schwierigen Situation um das Coronavirus-Infektionsgeschehen Insolvenz anmelden musste, ist für die Beschäftigten und die Menschen in Peine ohne Zweifel eine besondere Belastung", zitiert die Deutsche Presse-Agentur das niedersächsische Gesundheitsministerium. Damit sei die Zukunft des seit Jahren kriselnden Klinikums völlig offen. 

Die Gewerkschaft Verdi forderte schnelle und belastbare Zusagen des Landes für einen Fortbestand des Peiner Krankenhauses, heißt es weiter. Es sei völlig unverständlich, dass in der Corona-Krise über eine Unterstützung und Stärkung der Krankenhäuser gesprochen werde und zeitgleich ein mittelgroßes Klinikum mit hoher regionaler Bedeutung Gefahr laufe, abgewickelt zu werden, sagte Verdi-Bezirksgeschäftsführer Sebastian Wertmüller.

Wie die Peiner Allgemeine Zeitung berichtet, sei derweil der Verkauf angelaufen: Das insolvente Peiner Klinikum soll einen neuen Besitzer bekommen.

Autor

 Christina Schröder

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