Corona

Immer mehr medizinisches Personal infiziert

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Immer mehr medizinisches Personal infiziert
© ©Werner Krueper Fotografie
Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung (SZ) haben ergeben, dass sich immer öfter Ärzte und Pflegekräfte mit dem Coronavirus infizieren. Wie die Tagesschau berichtet, geht das Robert-Koch-Institut (RKI) von mindestens 2.300 Infizierten in den Reihen des medizinischen Personals aus, die Dunkelziffer liege vermutlich höher. Das berichtet die Tagesschau.

Die Umfrage unter den knapp 400 Gesundheitsämtern ergab unter anderem, dass in es Baden-Württemberg am Mittwoch 566 Infizierte (Stand: 1.4.20) gäbe, die Zahl der Fälle hätte sich im Vergleich zur Vorwoche beinahe verdoppelt. In Nordrhein-Westfalen wurden am Mittwoch 322 Mitarbeiter von ambulanten und stationären Einrichtungen als infiziert gemeldet, 1.485 befänden sich in Quarantäne. 

Wie die Tagesschau berichtet, sei Bayern besonders betroffen. Die Kassenärztliche Vereinigung (KVB) gab demnach an, dass 244 Arztpraxen wegen Quarantäne, fehlender Schutzausrüstung oder fehlender Kinderbetreuung geschlossen seien. Bereits am Montag sprach die KVB von einem eklatanten Mangel an Schutzausrüstung, es gäbe nur Einzellieferungen, die zum Teil sogar Mängel aufwiesen. Der Vorstand der KVB schätzt, dass Millionen von Schutzmasken des Typs FFP2 und FFP3, Schutzhandschuhe, -kittel, -brillen und Desinfektionsmitteln allein in Bayerns Praxen benötigt werden. 

Für die Vorsitzende des Marburger Bundes, Susanne Johna, liegen Versäumnisse im Meldesystem vor. Die Meldungen würden teils noch papiergebunden oder per Fax erfolgen. Sie fordere deshalb eine zentrale landesweite Erfassung, die nach den Berufsgruppen Ärzten und Pfleger differenziert, damit die Zahlen mit denen der Bevölkerung, die nicht im Gesundheitswesen arbeitet, verglichen werden können. Dies sei nach Johna wichtig, damit die Entwicklung in den Krankenhäusern beobachtet werde könne und um geeignete Schutzmaßnahmen in die Wege zu leiten.  

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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