Corona-Update 14.12.

Fast 70 Prozent der Patienten überleben ECMO-Therapie nicht

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Fast 70 Prozent der Patienten überleben ECMO-Therapie nicht
© ©Werner Krueper Fotografie und Film

+++ Fast 70 Prozent der Patienten überleben ECMO-Therapie nicht +++

Die ECMO-Therapie (extrakorporale Membranoxygenierung), eine künstliche Lunge, ist für Corona-Patienten die letzte Hoffnung, wenn die Lunge versagt. Doch nicht alle Menschen überleben die Therapie. 68 Prozent der Patienten sterben im Durchschnitt während der Behandlung, berichtet die Tagesschau und beruft sich dabei auf Ergebnisse einer Forschungsgruppe um den Intensivmediziner Christian Karagiannidis. Damit ist die Sterblichkeit deutlich höher als in anderen Ländern. Im weltweiten ECMO-Register wird die Sterblichkeit auf 51,9 Prozent beziffert. Zu den hohen Sterberaten hierzulande könnte das hohe Alter der Patienten beitragen. Dieses liegt im Schnitt bei 57 Jahren, international bei 51 Jahren. Entscheidender sei jedoch, dass es den Kliniken oft an Expertise fehlt. Für den Einsatz der High-Tech-Geräte gibt es weder Mindestmengen, noch verbindliche Qualitätsstandards. Jedes Krankenhaus darf eine ECMO einsetzen oder abrechnen, das sich den Einsatz zutraut. Bundesweit werden mittlerweile an 274 Kliniken die ECMO-Behandlungen angeboten, zu Beginn der Pandemie waren es 231. Laut dem Intensivmediziner Benjamin Friedrichson von Universitätsklinikum Frankfurt weisen 205 der 274 Häuser weniger als zehn ECMO-Behandlungen pro Jahr aus. Im Durchschnitt sind es vier. Dem stehen Untersuchungen aus dem Großraum Paris gegenüber, wonach die Überlebensraten signifikant steigen, wenn Kliniken mindestens 30 dieser Behandlungen pro Jahr durchführen würden. [Quelle: Tagesschau]

+++ Corona-Medikament zeigt hohe Wirksamkeit +++

Das Anti-Corona-Medikament Paxlovid von Pfizer ist nach Angaben des Herstellers hoch wirksam. Das hat die Auswertung der klinischen Studien bestätigt. Die Tablette zeige eine Wirksamkeit von fast 90 Prozent bei der Vorbeugung von Krankenhausaufenthalten und Todesfällen bei Hochrisiko-Patienten. Jüngere Labortests würden zudem darauf hindeuten, dass das Medikament auch seine Wirksamkeit gegen die Omikron-Variante beibehält, schreibt die Süddeutsche. Erste Ergebnisse zu dem Medikament im November zeigten bereits eine Wirksamkeit bei der Verhinderung von Krankenhausaufenthalten oder Todesfällen von 89 Prozent gegenüber einem Placebo. Die Ergebnisse basierten damals auf den Daten von etwa 1.200 Personen, inzwischen seien die Ergebnisse weiterer 1.000 Probanden hinzugekommen. Der Pharmakonzern legte auch erste Daten aus einer zweiten klinischen Studie vor, die zeigten, dass die Behandlung die Zahl der Krankenhausaufenthalte bei rund 600 Erwachsenen mit einem normalen Risiko bei einer Infektion um etwa 70 Prozent reduzierte. [Quelle: Süddeutsche]

+++ DKG setzt 100-prozentige Impfquote in den Kliniken zum Ziel +++

Am 15. März tritt die einrichtungsbezogene Impfpflicht in Kraft. Alle Mitarbeitenden in Gesundheitseinrichtungen müssen dann einen vollständigen Impfnachweis erbringen, da sonst schwerwiegende Konsequenzen drohen. Bei Beschäftigten ohne Impfnachweis werden das zuständige Gesundheitsamt zunächst ein Betretungsverbot für die betreffende Einrichtung verhängen und die Arbeitgeber eine Freistellung ohne Lohnfortzahlung veranlassen müssen. In letzter Konsequenz sind, sofern der Impfnachweis auch zu einem späteren Zeitpunkt nicht erbracht wird, auch Kündigungen unausweichlich. Das Gesetz sieht lediglich Ausnahmen in den Fällen vor, in denen eine Impfung aus medizinisch attestierten Gründen nicht möglich ist. Mit der Pflicht werden auch die Arbeitgeber in die Verantwortung genommen, alles Machbare zu unternehmen, um die bisher noch Unentschlossenen zur Impfung zu bewegen. „Es ist unser großes Ziel, möglichst niemanden zu verlieren und mit Hilfe von Aufklärung eine hundertprozentige Impfquote zu erreichen“, erklärte Dr. Gerald Gaß, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). „Wir appellieren sehr eindringlich an alle bisher noch ungeimpften Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Krankenhäusern, egal welcher Berufsgruppe, ihre bisherige Entscheidung zu überdenken.“ [Quelle: DKG]

+++ DBfK für allgemeine Impfpflicht +++

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) spricht sich nach der einrichtungsbezogenen Impfpflicht nun auch für eine allgemeine Impfpflicht aus. Zuvor müsse die Bundesregierung verfassungsrechtliche und organisatorische Klarheit schaffen. Bis dahin sollten dem DBfK zufolge alle Möglichkeiten und Gelegenheiten ausgeschöpft werden, um durch gezielte Aufklärung und Ansprache noch so viele Menschen wie möglich von der Impfung zu überzeugen. Um die Impfkampagne zu beschleunigen, fordert der Verband zudem auch, dass Regelungen geschaffen werden sollten, um Pflegefachpersonen das eigenständige Impfen zu ermöglichen. [Quelle: DBfK]

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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