Corona-Update 20.12.

EMA empfiehlt Novavax-Zulassung

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EMA empfiehlt Novavax-Zulassung
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+++ Grünes Licht für Novavax-Impfstoff +++

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat die bedingte Zulassung des Impfstoffes des US-Herstellers Novavax empfohlen. Das Präparat Nuvaxovid ist im Gegensatz zu den bisher zugelassenen Impfstoffen weder ein mRNA- noch Vektor-Impfstoff, sondern besteht aus virusähnlichen Partikeln, die das Spike-Protein des Corona-Virus enthalten. Bei zwei klinischen Studien mit insgesamt 45.000 Teilnehmenden konnte eine Wirksamkeit von etwa 90 Prozent ermittelt werden. Während die Studien liefen, zirkulierten neben dem ursprünglichen Stamm am häufigsten die Alpha- und Betavarianten. Zur Wirksamkeit gegen andere bedenkliche Varianten, einschließlich Omikron, gebe es nur begrenzte Daten, teilt die Behörde mit. Die finale Entscheidung durch die Europäische Kommission steht noch aus, gilt aber als Formsache.

Mit Valneva steht noch ein weiterer Impfstoffkandidat in den Startlöchern für die Zulassung diese wird allerdings erst Ende März erwartet. [Quellen:EMARP-Online]

+++ Holetschek fordert doppeltes Gehalt für Intensivpflegekräfte +++

Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister brachte am Freitag eine Bundesratsinitiative auf den Weg und forderte eine Verdoppelung des verfügbaren Nettoeinkommens von Intensivpflegekräften und Pflegekräften mit vergleichbarer Belastung im klinischen Bereich für die nächsten zwölf Monate.  „Wir schlagen dafür die Prüfung einer zeitlich befristeten Lohnsteuerbefreiung von Intensivpflegekräften und Pflegekräften in vergleichbaren klinischen Einsatzbereichen an Krankenhäusern vor. Eine Option wäre auch, die ohnehin angekündigte Pflegeprämie des Bundes wesentlich zu erweitern. Das könnte man dann noch mit einer vollständigen Steuerfreistellung der Prämie kombinieren", so der Vorschlag zur Umsetzung. Die Erhöhung des Nettoeinkommens wäre ein deutliches und überfälliges Zeichen der Wertschätzung, so die Begründung. [Quellen: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, Bundesrat]

 

+++ Expertenrat fordert Kontaktbeschränkungen +++

Mit Hinnlick auf die Ausbreitung der Omikron-Variante fordert der Expertenrat der Bundesregierung die schnelle Einführung von Kontaktbeschränkungen. Neben notwendigen politischen Entscheidungen müsse die Bevölkerung intensiv zur aktiven Infektionskontrolle aufgefordert werden, so die Experten. Dazu würden die Vermeidung größerer Zusammenkünfte, konsequentes, bevorzugtes Tragen von FFP2-Masken sowie der verstärkte Einsatz von Schnelltests bei Zusammenkünften vor und während der Festtage gehören. Parallel müsse die Impfkampagne intensiviert werden. Wie BR24 berichtet, würden nationale und internationale Modellierungen der Infektionsdynamik und möglicher Spitzen-Inzidenzen eine "neue Qualität" der Pandemie aufzeigen. So würde die in Deutschland angenommene Verdoppelungszeit der Omikron-Inzidenz aktuell im Bereich von etwa zwei bis vier Tagen liegen. Einen Lockdown vor Weihnachten wie in den Niederlanden schließt Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach aus. 

Bund und Länder beraten am Dienstag über die Corona-Lage. Neben der Auswertung der ersten Stellungnahme des neuen Corona-Expertenrats soll es auch um vorbereitende Maßnahmen zum Schutz der kritischen Infrastruktur gehen.[Quellen: BR, FAZ]

+++ Lage auf Hessens Intensivstationen stabilisiert +++

Aktuell (Stand Samstag) werden in Hessen 300 Corona-Patienten auf den Intensivstationen behandelt. "Das betrachten wir mittlerweile als einen Zustand, mit dem wir im Vergleich zum letzten Jahr recht gut zurechtkommen", sagt Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor der Uniklinik Frankfurt. Vor vier Wochen sei die Entwicklung deutlich kritischer eingeschätzt worden als jetzt. [Quelle: Welt/dpa]

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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