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Bayern will für Klimaschutz Geld vom Bund

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Bayern will für Klimaschutz Geld vom Bund
© Getty Images Dieter Spannknebel

Bayern will über den Bundesrat ein milliardenschweres Förderprogramm für mehr Klimaschutz im Krankenhaus anstoßen. Zahlen soll allerdings der Bund. Konkret geht es um ein auf drei Jahre befristetes Programm mit einem Volumen von insgesamt 1,5 Milliarden Euro für Plankrankenhäuser und Unikliniken. Einen entsprechenden Antrag hat die bayerische Staatsregierung für die nächste Sitzung des Bundesrats am 8. Juli eingebracht.

Für Investitionen der Kliniken sind eigentlich die Bundesländer zuständig. "Im geltenden dualen System der Krankenhausfinanzierung ist die Finanzierungsverpflichtung der Länder im investiven Bereich ausschließlich auf solche Maßnahmen beschränkt, die der akutstationären Versorgung dienen und dabei an den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit auszurichten sind", begründet Bayern seinen Antrag. Alle Maßnahmen die darüber hinaus gehen, müssten vom Krankenhaus selbst getragen werden. Um den wichtigen Gedanken des Klimaschutzes auch im Krankenhausbereich ohne zusätzliche Belastungen der Krankenhäuser nachhaltig zu verankern, sei daher ein entsprechendes auf drei Jahre befristetes Sonderförderprogramm erforderlich. Gleichzeitig gingen von dem Programm nachhaltige Impulse aus, die verdeutlichen, dass der Staat seiner Verantwortung für klimaschützende Maßnahmen auch im Gesundheitsbereich nachkomme. Maßnahmen zur signifikanten Absenkungen des Energieverbrauchs von energieintensiven Einrichtungen seien zentrale Elemente nachhaltiger Klimapolitik und gleichzeitig unverzichtbar, um die bestehende Abhängigkeit von Energieimporten aus dem Ausland zu verringern, heißt es in dem Papier. 

Wie viel ein Krankenhaus verbraucht, bezifferte Dr. Sven Reinhardt, Referatsleiter im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz bei der Abschlussveranstaltung des Klik green-Klimaprojekts im April. Fünf Prozent der Treibhausgasemissionen werden mit Aktivitäten im Gesundheitswesen in Verbindung gebracht. Konkret bedeutet das, dass in einemKrnakenhaus pro Bett und pro Jahr im Mittel 25 Kilowattstunden thermische Energie und 8.000 Kilowattstunden elektrische Energie verbraucht werden, was dem Verbrauch von zwei neuen Einfamilienhäusern entspricht. 

     

    Autor

     Luisa-Maria Hollmig

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