Jahrestagung VKD Hessen

Augurzky: Kliniken sollten ambulanter arbeiten dürfen

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Augurzky: Kliniken sollten ambulanter arbeiten dürfen
Boris Augurzky © Tobias Ruecker

Krankenhäuser sollten deutlich mehr ambulante Leistungen erbringen dürfen. Dafür plädierte gestern der Gesundheitsökonom Boris Augurzky auf der Jahrestagung des VKD Hessen, die in diesem Jahr digital stattfand. Auf die Leitfrage des Kongresses "Wie viel Krankenhaus braucht das Land" antwortete Augurzky: "Noch viel mehr!" Allerdings müsse sich dessen Rolle ändern, auch weil es im ländllichen Bereich neue Aufgaben gebe, die die Niedergelassenen nicht allein erfüllen könnten. Der Leiter des Kompetenzbereichs Gesundheit am RWI Essen konstatierte: "Die Medizin wird ambulanter, aber die Vergütung passt nicht dazu. Krankenhäuser können deshalb nicht ambulantisieren." Damit ließen sich jedoch auch Personalprobleme lösen. "Wir haben nicht zu wenige Pflege, sondern zu viele Patienten", so Augurzky. Die Lage im Frühjahr, als deutlich weniger Patienten, jedoch gleich viel Personal in den Kliniken waren, bezeichnete er als ein "mögliches Modell für die Zukunft". Mit Blick auf die schwierige wirtschaftliche Lage vieler Häuser erwartet Augurzky, dass es 2020 "erlöstechnisch besser laufen wird als im letzten Jahr", auch aufgrund der Corona-Finanzierungsregeln in diesem Jahr. Mittelfristig werde es jedoch wieder schwieriger für viele Häuser.

In f&w hatte sich zuletzt auch VKD-Chef Josef Düllings für eine stärkere Einbindung der Krankenhäuser in die ambulante Versorgung ausgesprochen.

Autor

 Florian Albert

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