Investitionen

Berliner Krankenhäuser fordern Klinikoffensive

  • News des Tages
Berliner Krankenhäuser fordern Klinikoffensive
© Werner Krüper

Berliner Krankenhäuser und ein Bündnis aus Verantwortlichen für die Krankenhausversorgung fordern eine Klinikoffensive vom Land Berlin. Im kommenden Landeshaushalt müssten die gesetzlichen Investitionsansprüche von 350 Millionen Euro pro Jahr bedient werden. Am Montag, 25. April, ist um 10 Uhr eine Kundgebung vor dem Berliner Abgeordnetenhaus geplant. 

Seit Jahren komme das Land Berlin seiner Investitionsverpflichtung nicht nach, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung, unter anderem von der Berliner Krankenhausgesellschaft, dem Marburger Bund Berlin Brandenburg, dem Landespflegerat Berlin-Brandenburg, dem Verband der Ersatzkassen (VDEK) sowie weiteren Krankenkassen. Bereits die vorherige Koalition hätte eine Klinikoffensive angekündigt und für 2021 einschließlich einer Darlehensfinanzierung 235 Millionen Euro bereitgestellt. Die vom Land geplanten und dem Abgeordnetenhaus nun vorlegten 148 Millionen Euro für 2022 beziehungsweise 155 Millionen Euro für 2023 seien ein erheblicher Rückschritt. Die Mittel würden nicht einmal die Hälfte des tatsächlichen Bedarfs von 350 Millionen Euro decken. Nach dem aktuellen Haushaltsplan 2022/23 fehlten den Berliner Krankenhäusern 200 Millionen Euro Investitionsmittel für Substanzerhalt, Modernisierung und Sanierung von Gebäuden, Baumaßnahmen, IT-Sicherheit, Betriebstechnik, OP-Säle und Medizintechik. „Berlin braucht endlich eine Krankenhausfinanzierung, die sich an den Versorgungsbedürfnissen der Patientinnen und Patienten orientiert. Zu geringe Krankenhausinvestitionen führen außerdem zu einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten und werden den Personalmangel in den Krankenhäusern weiter verschärfen“, so Peter Bobbert, Vorstandsvorsitzender des Marburger Bund Landesverbandes Berlin/Brandenburg. 

Gerade in den Pandemiejahren hätte sich noch mehr gezeigt, dass die Berliner Krankenhäuser für die gesundheitliche Versorgung der 3,6 Millionen Einwohner von zentraler Bedeutung sind, heißt es in einem offenen Brief an die Mitglieder des Abgeordnetenhauses. An 60 Klinikstandorten werden jährlich rund 880.000 Patienten vollstationär und rund 1,2 Millionen Akutfälle versorgt. Mit rund 55.000 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz von fast fünf Milliarden Euro seien die Krankenhäuser auch ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor für Berlin.  

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Mit unserem täglichen Newsletter informieren wir bereits rund 10.000 Empfänger über alle wichtigen Meldungen aus den Krankenhäusern und der Gesundheitsbranche

Kontakt zum Kundenservice

Rufen Sie an: 0 56 61 / 73 44-0
Mo - Fr 08:00 bis 17:00 Uhr

Senden Sie uns eine E-Mail:
info@bibliomedmanager.de

Häufige Fragen und Antworten finden Sie im Hilfe-Bereich