Freihaltepauschalen für Kliniken

Bernadette Rümmelin moniert „irreführende Diskussion“

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Bernadette Rümmelin moniert „irreführende Diskussion“

Der Bundesrat stimmt heute über die Anpassungs-Verordnung der Corona-Ausgleichszahlungen für Krankenhäuser ab. Die Verordnung regelt die Finanzierung der durch die Pandemie leerstehenden Betten neu. Sie unterteilt Krankenhäuser in vier Kategorien, die jeweils unterschiedliche Pauschalen zwischen 360 Euro und 760 Euro erhalten. Berechnungsgrundlage dafür sind die Schwere der Behandlungsfälle im Jahresdurchschnitt, der sogenannte „Case Mix Index“ (CMI), und die durchschnittliche Verweildauer der im Jahr 2019 behandelten Patienten.

Im Hintergrund intensiviert sich die Debatte darüber, welche Kliniken in der Corona-Krise wichtig waren und welche überhaupt in Zukunft noch gebraucht werden, sprich: Die Krankenhausstrukturdebatte nimmt wieder Fahrt auf. Der Katholische Krankenhausverband Deutschlands (KKVD) weist in diesem Zusammenhang nun die Behauptungen zurück, dass Kliniken mit einer niedrigen Freihaltepauschale eine geringere Relevanz für die Patientenversorgung hätten. Bernadette Rümmelin, Geschäftsführerin des KKVD, erklärt: „Die Krankenhaus-Liste hat irreführende Diskussionen ausgelöst. Niedrige Ausgleichspauschalen bedeuten nicht, dass diese Kliniken weniger relevant für die Versorgung der Patienten sind. In die Sparte der niedrigen Pauschalen fallen insbesondere Krankenhäuser, die beispielsweise viele Geburten oder einen Schwerpunkt in der geriatrischen Behandlung und Versorgung alter Menschen haben. Wer aus der Liste ableiten will, welche Krankenhäuser künftig gebraucht werden und welche nicht, argumentiert polemisch und praxisfern.“ 

Autor

 Jens Mau

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