Krankenhausplanung

Brandenburg veröffentlicht neuen Krankenhausplan

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Brandenburg veröffentlicht neuen Krankenhausplan
© GettyImages/Westend61

Berlin und Brandenburg haben zum ersten Mal gemeinsam ihre Krankenhausplanung auf Grundlage gemeinsamer Versorgungsziele und Planungsgrundsätze sowie einheitlicher Datengrundlage erstellt. Die Planungszyklen wurden wurden harmonisiert, damit die Laufzeiten der Krankenhauspläne synchronisiert sind. Aus rechtlichen Gründen hätte jedes Land jedoch weiterhin einen eigenständigen Krankenhausplan, teilt das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MSGIV) mit. Der Plan des Landes Brandenburg wurde in der vergangenen Woche veröffentlicht und wird zum 1. August mittels Feststellungsbescheiden für die Krankenhäuser und Ausbildungsstätten rechtskräftig. Der Berliner Plan steht noch aus.

In der Krankenhausplanung Brandenburgs sind Strukturentscheidungen, wie beispielsweise die Umstellung von der Rahmenplanung auf eine bettenscharfe quantitative Ausweisung von Planbetten je Hauptdisziplin oder auch die Stärkung der geriatrischen tagesklinischen Versorgung getroffen worden. Auf der anderen Seite seien aber auch die Pädiatrien und Geburtsstationen gesichert und die Angebote an spezifischen medizinischen Leistungen unterstützt worden, so das Ministerium. Insgesamt sind 54 Krankenhäuser an 66 Standorten aufgenommen, davon befinden sich 22 in öffentlicher, 19 in privater und 13 in freigemeinnütziger Trägerschaft. Die Zahl der vollstationären Betten wurde von 15.313 im Jahr 2017 auf 15.694 erhöht. Im teilstationären Bereich wurde von 1.583 auf 1.972 Plätze aufgestockt.

Mit dem Krankenhausplan wird zum einen der konkrete Bedarf an stationären Krankenhauskapazitäten festgestellt und bestimmt, welche Häuser zur medizinischen Versorgung der Bevölkerung bedarfsnotwendig sind. Die Feststellungsbescheide dienen zudem als Grundlage für die Budgetverhandlungen mit den Krankenkassen. 

Trotz aufeinander abgestimmter Pläne ändert sich an der Finanzierung nichts. "Da bleibt es dabei, dass die Länder verantwortlich sind für die Investitionen in die Häuser“, sagt Marc Schreiner, Geschäftsführer der Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG) im Gespräch mit f&w. Auch der Planungsprozess bleibe zunächst autonom. Neu ist in der Brandenburger Planung zum Beispiel, dass es in den jeweiligen Fachabteilungen in Zukunft festgelegte Bettenzahlen geben wird. In Berlin sei dies schon länger der Fall. Mit der gemeinsamen Planung sollen auch bereits bestehende Kooperationen ausgebaut werden, zum Beispiel bei Organspenden oder Transplanationen. Mehr zur gemeinsamen Planung im Fachartikel "Alleingang war gestern" (f&w 4/2021; Abo).

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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