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Bremens Kliniklandschaft auf dem Prüfstand

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Bremens Kliniklandschaft auf dem Prüfstand
Das Gutachten schlägt vor, dass in Bremen und Bremerhaven jeweils ein Krankenhaus der Maximalversorgung vorgehalten werden soll, in dem das gesamte Notfall- und Behandlungsspektrum abgedeckt wird. Darüber hinaus soll es in Bremerhaven ein Krankenhaus als Notfallzentrum geben, in Bremen wären es vier Notfallzentren. © GettyImages/Dilok Klaisataporn / EyeEm

Weniger Patienten, eine deutlich alternde Gesellschaftsstruktur, Personalmangel und der ökonomische Druck sorgen auch in Bremens Krankenhäusern für enorme Probleme. Ein Gutachten, in Auftrag gegeben von Bremens Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, Claudia Bernhard, hat Untersuchungen zum Krankenhausversorgungsbedarf 2030 vorgenommen. Das Forschungsinstitut Institute for Health Care Business (hcm) von Boris Augurzky hat dafür alle somatischen Krankenhäuser in Bremen und Bremerhaven einbezogen, um alle Entwicklungen bis ins Jahr 2030 einschätzen zu können. 

Rückgang der Fallzahlen

Das Gutachten "Krankenhausversorgung 2030 im Land Bremen" erwartet einen Rückgang der Fallzahlen im stationären Bereich von bis zu 18 Prozent. Außerdem sieht es Potenzial zur trägerübergreifenden Schwerpunktbildung. Durch die Vermeidung von bislang vorgehaltenen Doppelstrukturen in einzelnen Bereichen, könnten die Krankenhäuser dem bereits vorhandenen Fachkräftemangel besser begegnen. 

Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard erklärt dazu: "Die Bildung von Fachzentren zur Behandlung bestimmter Krankheitsbilder, der Abbau von Doppelstrukturen und die damit verbundene Zusammenführung von Personal kann uns helfen, die Situation in Bremen langfristig wieder zu verbessern.“ Jede Veränderung müsse zwei Ansprüche erfüllen: „die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung für das ganze Land Bremen, sowie hohe Qualitätsansprüche an die Krankenhäuser“.

Vier Notfallzentren für Bremen 

Das Gutachten schlägt vor, dass in Bremen und Bremerhaven jeweils ein Krankenhaus der Maximalversorgung vorgehalten werden soll, in dem das gesamte Notfall- und Behandlungsspektrum abgedeckt wird. Darüber hinaus soll es in Bremerhaven ein Krankenhaus als Notfallzentrum geben, in Bremen wären es vier Notfallzentren. Außerdem werden bis zu drei Schwerpunktversorger, ergänzt um Fachkliniken, in der Stadt Bremen vorgeschlagen. Die Kliniken sollen dabei so verteilt sein, dass sowohl im Zentrum der Stadt Bremen als auch im Norden und Osten ebenso wie südlich der Weser und zwischen dem Norden und dem Zentrum die Versorgung gesichert ist. 

Die Ergebnisse des Gutachtens fließen in den Prozess der Landeskrankenhausplanung mit ein, sagt Bernhard. „Zur Gesamtbetrachtung der Gesundheitsversorgung gehört auch die Frage, wer welche Leistung in Zukunft erbringt.“ Dafür werde man für den kommenden Prozess alle weiteren Institutionen wie die Kassenärztliche Vereinigung, Krankenkassen und Ärztekammer miteinbeziehen. Dies alles sei abhängig von den bundespolitischen Vorgaben und der Ausgestaltung der aktuell begonnenen Krankenhausreform. 

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