Kooperation

Charité und Vivantes unterzeichnen Letter of Intent

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Charité und Vivantes unterzeichnen Letter of Intent
Charite Campus Mitte mit neuem BHH- saniert © Wiebke Peitz Charite Universitätsmedizin Berlin

Die Berliner Universitätsmedizin Charité und Vivantes wollen die bisherige Zusammenarbeit weiterentwickeln und vertiefen. Die gemeinsame Erklärung sei nicht nur ein wichtiges Symbol der gewachsenen Kooperation, sondern auch ein klares Bekenntnis zum gemeinsamen Weg in den nächsten Jahren, so Berlins Regierender Bürgermeister und Senator für Wissenschaft und Forschung Michael Müller. Die engere Verknüpfung ermögliche einen erheblichen Mehrwert für die medizinische Forschung, Lehre und Ausbildung und für die Krankenversorgung. "Wir wollen die Kräfte beider Einrichtungen bündeln, um Berlin als international sichtbare Gesundheitsmetropole zu positionieren", so Prof. Dr. Heyo Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Charité.

Mit der gemeinsamen Absichtserklärung folgen die beiden Berliner Einrichtungen der Empfehlung der Zukunftskommission "Gesundheitsstadt Berlin 2030" des Berliner Senates, beide Unternehmen strukturell und institutionell noch enger miteinander zu verbinden. Im März vergangenen Jahres hatte eine Zukunftskommission vorgeschlagen, dass sich die beiden Unternehmen in Zukunft unter anderem bei Standortplanungen abstimmen und eine gemeinsame "Datenhaltung und -nutzung auf der Basis gemeinsamer IT-Infrastruktur" anstreben sollten.

Dr. Andrea Grebe, Vorsitzende der Vivantes-Geschäftsführung betont, dass die Digitalisierung eine Schlüsselrolle spielen werde: "Wir versprechen uns von einer gemeinsamen Gesundheitsdatenplattform und gebündelten Forschungsaktivitäten konkrete Erkenntnisse und neue Möglichkeiten, wie wir die Gesundheitsversorgung für die Bürgerinnen und Bürger verbessern können."

Bislang wurde die Geschäftsstelle "Gesundheitsstadt Berlin 2030" eingerichtet, die Leitung hat Boris Velter übernommen. Im ersten Schritt soll die medizinische Kooperation in diesen Bereichen ausgebaut werden: 

  • Das gemeinsame Ausbildungsinstitut für Gesundheitsfachberufe, Berliner Bildungscampus für Gesundheitsberufe (BBG) besteht seit 1. Januar 2020 und soll ausgebaut werden, um künftig noch mehr Gesundheitsfachkräfte auszubilden.
  • Eine gemeinsame Gesundheitsdatenplattform soll datenschutzkonform die patientenzentrierte Versorgung verbessern und patientenorientierte Dienste wie etwa Medizin-Apps oder Online-Termine ermöglichen.
  • Die klinischen Forschungsaktivitäten von Charité und Vivantes sollen gebündelt werden.
  • Die gemeinsame Koordination der Herzinfarkt-Notfallversorgung auch nachts und am Wochenende soll zu einer schnelleren und damit besseren Versorgung führen.
  • Psychische Krisen bei jungen Menschen sollen früher erkannt werden können: Hierzu sollen gemeinsam berlinweit niedrigschwellige Angebote in neuen Früherkennungszentren und Schwerpunktstationen etabliert werden. 
  • Eine gemeinsame Qualitätsplattform soll entwickelt werden, um Behandlungsergebnisse besser bewerten zu können.
  • Ein gemeinsames Hygieneportal soll die Erfassung von Krankheitserregern vereinheitlichen und den Infektionsschutz für die Bevölkerung verbessern.
 

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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