Klinikum Wolfsburg

Charlotte Bettina Boettcher übernimmt Ambulantisierungsbereich

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Charlotte Bettina Boettcher leitet Ambulantisierung im Klinikum Wolfsburg
Charlotte Bettina Boettcher leitet Ambulantisierung im Klinikum Wolfsburg © Getty Images | panithan pholpanichrassamee

Mit Charlotte Bettina Boettcher als neue Direktorin für ambulante Versorgung setzt das Klinikum Wolfsburg auf sektorenübergreifende Modelle und stärkt eine enge Verzahnung von MVZ und Klinik. 

Seit 2026 ist Charlotte Bettina Boettcher hauptamtliche Geschäftsführerin der Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) Wolfsburg gGmbH. Zugleich übernahm sie im Klinikum Wolfsburg die neu geschaffene Position der Direktorin für ambulante Versorgung. Das teilt das Klinikum Wolfsburg mit. In dieser Funktion zählt sie zu den Mitgliedern des Direktoriums, dem der Klinikumsdirektor, die Medizinische Direktorin, die Pflegedirektorin und der Ärztliche Direktor angehören. 

Boettcher ist diplomierte Verwaltungswissenschaftlerin mit einem weiterbildenden Master of Business Administration (MBA) im Health Care Management. Sie bringt Erfahrung im Schnittstellenmanagement zwischen Verwaltung, ärztlichem Dienst und Kostenträgern mit. Zu ihren Stationen zählen eine Poliklinik in Gera, MVZ in Berlin und im Landkreis Märkisch-Oderland sowie zuletzt die Geschäftsführung des MVZ Lübbenau GmbH mit 15 Praxen. Dort verantwortete sie strategische Weiterentwicklungen, Kooperationen, Praxisübernahmen, Fachkräftegewinnung, Telematikinfrastruktur und sektorenübergreifende Netzwerke.

Ziel: verlässliche Versorgungsmodelle entwickeln

„Ambulante und stationäre Versorgung müssen gemeinsam gedacht werden. Ziel ist es, zusammen mit den Mitarbeitenden unserer MVZ-Praxen, der Medizinischen Direktorin und den Fachabteilungen des Klinikums tragfähige, verlässliche Versorgungsmodelle zu entwickeln, die sich konsequent an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten orientieren", betont Boettcher. 

Mit der neu geschaffenen Position will das Klinikum auf die fortschreitende Ambulantisierung reagieren. Dahinter verbirgt sich, dass viele Eingriffe, wie  arthroskopische Operationen an Knie oder Schulter, Leisten- und Narbenhernien, in der Hand- und Fußchirurgie, gynäkologische oder urologische Eingriffe sowie diagnostische Verfahren, ambulant oder tagesstationär, also ohne Übernachtung im Klinikum, erfolgen. Die MVZ WOB gGmbH bildet für das Klinikum Wolfsburg hierbei eine zentrale Schnittstelle. Mit sieben haus- und fachärztlichen Praxen in Wolfsburg und Umgebung ermöglicht das MVZ dem Klinikum eine Verzahnung von Vor- und Nachsorge sowie die Koordination komplexer Behandlungsverläufe. 

"In enger Zusammenarbeit mit dem MVZ können ambulante Leistungen ausgebaut, Vor- und Nachbehandlungen koordiniert und eine nahtlose Versorgung sichergestellt werden“, ist sich die Medizinische Direktorin des Klinikum Wolfsburg, Alina Dahmen, sicher. MVZ übernehmen dabei häufig die ambulante Diagnostik, Verlaufskontrollen und Nachsorge, während das Klinikum bei Bedarf eine stationäre Versorgung gewährleistet. Diese enge Integration verbessere die Behandlungsqualität, verkürze Wege für Patient:innen und stärke die regionale Gesundheitsversorgung, so Dahmen. 

Hybrid-DRG ermöglichen Abrechnung von 900 Eingriffen

Um den Trend der Ambulantisierung zu verstärken, wurden Anfang 2024 im Gesundheitssystem Hybrid-DRG-Leistungen eingeführt. Diese bilden für Krankenhäuser und niedergelassene Ärzt:innen die Grundlage für eine sektorengleiche Vergütung für ausgewählte Eingriffe, wodurch stationäre Aufenthalte vermieden und die ambulante Versorgung weiter gefördert werden sollen. Aktuell können rund 900 verschiedene Operationen und Eingriffe über diese neue Vergütungsregelung erbracht und abgerechnet werden. 

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