Blitzumfrage

Corona und der Klinikeinkauf

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Corona und der Klinikeinkauf
Eine Blitzumfrage der Sana Einkauf & Logistik zeigt, dass Klinik-Einkäufer und Unternehmen vor allem in zwei Feldern Handlungsbedarf sehen.

Die erste Welle der Corona-Pandemie scheint in Deutschland überstanden zu sein. Die Zahl der Neuinfektionen stagniert erfreulicherweise auf einem relativ niedrigen Niveau. Die Corona-Debatte ist aber noch nicht vorbei. Sie hat das medizinische Personal gefordert und das Klinikmanagement sowie Einkauf und Logistik kurzfristig mit ganz neuen Herausforderungen konfrontiert. Für das Gesundheitssystem war der Beginn dieser Pandemie ein disruptiver Prozess. Bewährte Routinen mussten verlassen werden, die "alte" Normalität ist über Nacht verschwunden.

Nach dem Ende des ersten Infektionspeaks können wir nach vorn blicken. Die Folgen werden uns über längere Zeit fordern, sowohl volkswirtschaftlich als auch im Gesundheitswesen. Welche Rolle dabei sollte Einkauf & Logistik übernehmen? Welche Maßnahmen und Initiativen muss Einkauf & Logistik jetzt dringend ergreifen?

Eine Blitzumfrage soll ein Meinungsbild wiederspiegeln. Sana Einkauf & Logistik hat dafür Geschäftsführer und Einkaufsleiter von mehr als 360 Kliniken in Deutschland sowie Key Account Manager von rund 150 Unternehmen der Medtech- und Pharmabranche angeschrieben. 45 Kliniken und 25 Unternehmen haben innerhalb von zwei Tagen geantwortet, mit dem folgenden Ergebnis:

Für mehr als die Hälfte der Befragten (58 Prozent) hat es die höchste Priorität, Versorgungssicherheit in den Kliniken sicherzustellen. Bestehende Versorgungsketten müssten überprüft und zuverlässige Partnerschaften aufgebaut werden. Es gelte, belastbare und nachhaltige Konzepte gemeinsam mit den Lieferanten zu entwickeln, um vor allem in Krisenzeiten eine sichere Klinikversorgung gewährleisten zu können. 

17 Prozent der Teilnehmer sprechen sich dafür aus, die Auswahl der Geschäftspartner und Sourcingquellen auf den Prüfstand zu stellen. Die Lieferantenstrategie und -struktur seien zu hinterfragen und gegebenenfalls Korrekturen vorzunehmen. Die Krise zeige, dass wichtige Produkte in Europa hergestellt werden müssten, um Versorgungs- und Lieferengpässe zu minimieren.
Fünf Teilnehmer der Umfrage fordern Maßnahmen hinsichtlich des Umgangs mit Verbindlichkeit bei Menge und Preis, da Preissteigerungen und Abweichungen bei Bestellmengen direkte Folgen der Corona-Pandemie sind.

Lediglich 3 Prozent sprechen sich dafür aus rasch, wieder zur bewährten Routine zurückzukehren, ohne etablierte Maßnahmen anzupassen oder zu verändern.

Das Stimmungsbild der Umfrage zeigt, dass die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer den Handlungsbedarf von Einkauf & Logistik auf zwei Gebieten sieht. Einkauf & Logistik muss zum einen den Fokus vor allem auf die Versorgungssicherheit in den Kliniken und zum anderen auf die Lieferantenstruktur und -auswahl legen.

Die Corona-Pandemie hat gezeigt: Unser Gesundheitssystem ist im weltweiten Vergleich sehr gut aufgestellt. Die Versorgung funktioniert, wir haben weitestgehend, trotz der dramatischen Situation, Liefer- und Versorgungsausfälle vermeiden können. Es gibt aber noch viel zu verbessern. Dafür müssen wir aus den Folgen der ersten Infektionswelle lernen, entsprechende Maßnahmen und Lösungen einzuleiten, um auf die neue Normalität und weitere Infektionswellen vorbereitet zu sein.

Autor

 Adelheid Jakobs-Schäfer

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