Corona-Tagebuch

"Corona wird uns noch länger begleiten"

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"Corona wird uns noch länger begleiten"

Wie die meisten anderen Krankenhäuser auch, fahren wir unseren Normalbetrieb langsam und entsprechend den Vorgaben des Landes Hessens wieder hoch. Das heißt: Während der Corona-Hochphase lag das Kasseler Klinikum bei etwa 50 Prozent unter der regulären Belegung – inzwischen sind wir bei 30 Prozent unterhalb des normalen Betriebs angelangt. Besonders wichtig ist es jetzt, Patienten zu vermitteln, dass sie keine Angst vor einer Ansteckung mit Covid-19 haben müssen, wenn sie zu uns kommen. Eine gewisse Zurückhaltung der Patienten, wenn es darum geht, im Notfall ein Krankenhaus aufzusuchen, bemerken wir schon.

Wir haben die Bereiche für Covid-Patienten und andere Krankheiten streng voneinander getrennt und werden weiterhin eine eigenständige Corona-Normal- und Intensivstation vorhalten, zur Zeit allerdings mit weniger Intensivbetten für Corona-Fälle. Sollte die Zahl der Infektionen und schwereren Fälle im Zuge der Lockerungen von Ausgangsbeschränkungen wieder ansteigen, sind wir damit sehr gut vorbereitet und können flexibel reagieren.

Da wir davon ausgehen müssen, dass Corona uns alle noch über eine längere Zeit begleiten und vermutlich in Infektionswellen auftreten wird, arbeiten wir am Klinikum an einer dauerhaften Lösung, die es uns ermöglicht, Patienten mit  hochansteckenden Erkrankungen wie dem Coronavirus, sicher zu versorgen. Angedacht ist die Einrichtung einer dauerhaften Corona-Station. Ärzte und Pflegekräfte bei uns sind schon erleichtert, dass die große Katastrophe in Deutschland ausgeblieben ist. Viele empfinden es auch als positiv, wieder auf ihren eigentlichen Stationen arbeiten zu können.

Jetzt müssen wir sehen, wie stark sich die Coronakrise wirtschaftlich auf unser Haus auswirken wird. Für kleinere Häuser der Grund- und Regelversorgung mag die Freihaltepauschale von 560 Euro genügen, größere Häuser der Maximalversorgung mit schwereren Fällen, wie auch unser Klinikum, kommen damit aber nicht hin, schon allein weil sie für aufwendige Behandlungen mehr Personal vorhalten.

Autor

Dr. Kolja Deicke

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