Die Arbeit an einem Impfstoff für Covid-19 könnte vor einem Durchbruch stehen: Der von Pfizer und dem Mainzer Biotech-Unternehmen Biontech entwickelte Impfstoffkandidat BNT162b2 erwies sich in der ersten Zwischenanalyse zu mehr als 90 Prozent bei Probanden ohne vorherige SARS-CoV-2-Infektion als wirksam, teilten die beiden Unternehmen heute mit. In der dritten Novemberwoche wollen sie einen Antrag zur Notfallzulassung bei der U.S.-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA (Food and Drug Administration) einreichen. Bis dahin werden weitere Daten erhoben und ausgewertet. Der Impfschutz der Probanden trat 28 Tage nach Beginn der dann insgesamt zweimaligen Impfung ein.
„Die erste Zwischenanalyse unserer globalen Phase-3-Studie weist darauf hin, dass ein Impfstoff Covid-19 verhindern kann. Dies ist ein Sieg für die Innovation, Wissenschaft und weltweite Zusammenarbeit", sagte Prof. Ugur Sahin, Mitbegründer und CEO von Biontech.
Die Phase-3-Studie hat am 27. Juli begonnen und bis heute 43.538 Probanden rekrutiert. 38.955 der Probanden haben bis zum 8. November die zweite Dosis des Impfstoffs erhalten. Die Studie soll nun weitere Probanden einschließen und wie geplant fortgesetzt werden, bis insgesamt 164 bestätigte Covid-19-Fälle aufgetreten sind. Zudem soll untersucht werden, ob der Impfstoff Personen schützen kann, die bereits mit SARS-CoV-2 in Kontakt gekommen sind und ob der Impfstoff vor einem schweren Verlauf der Erkrankung schützen kann.
Pfizer und Biontech könnten eigenen Angaben zufolge bis zu 50 Millionen Impfstoffdosen noch im Jahr 2020 und bis zu 1,3 Milliarden Dosen im Jahr 2021 herstellen.