Ärzte und Pflegekräfte

Die Kosten für Corona-Tests müssen übernommen werden

  • Meinung
Die Kosten für Corona-Tests müssen übernommen werden
Djordje Nikolic

Bundesgesundheitsminister Spahn stellt für Anfang/Mitte Mai analog der langsamen Lockerungen für die Wirtschaft solche auch für die Krankenhäuser in Aussicht. Dabei müsse darauf geachtet werden, dass etwa 20 bis 30 Prozent der Intensivkapazitäten frei bleiben für potenziell intensivmedizinisch behandlungsbedürftige Covid-19-Patienten, so Spahn.

Beides ist richtig: das Herauffahren der elektiven Versorgung und das maßvolle Freihalten von Intensivbetten. Denn wenn wir die Schlaganfälle, Herzinfarkte und die onkologisch dringlich behandlungsbedürftigen Patienten leitliniengerecht behandeln wollen, müssen wir ein zeitnahes Behandlungsangebot anbieten und sichern. Aber: Wenn wir parallel verhindern wollen, dass die Leistungserbringer in der stationären Versorgung zu Spreadern des Virus werden, müssen wir dann nicht wirklich strukturiert testen? Sowohl PCR als auch Antikörper? Und muss es dann nicht auch eine Selbstverständlichkeit sein, dass die Kosten für diese Testungen von den BGen übernommen werden?

Was nicht angehen kann ist, dass die Leistungsträger ihre Gesundheit und die ihrer Patienten gefährden und berufsbedingt obligate Testungen aus der eigenen Tasche bezahlen müssen. Dies wäre Stand jetzt aber der Fall für die größtenteils privatversicherten Ärztinnen und Ärzte mit einem Selbstbehalt. Wenn wir es ernst meinen mit dem Respekt, dann muss hier entsprechend gehandelt werden. Da reicht das Klatschen von den Balkonen nicht aus.

Autor

Dr. Djordje Nikolic

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Mit unserem täglichen Newsletter informieren wir bereits rund 10.000 Empfänger über alle wichtigen Meldungen aus den Krankenhäusern und der Gesundheitsbranche


Kontakt zum Kundenservice

Rufen Sie an: 0 56 61 / 73 44-0
Mo - Fr 08:00 bis 17:00 Uhr

Senden Sie uns eine E-Mail:
info@bibliomedmanager.de

Häufige Fragen und Antworten finden Sie im Hilfe-Bereich