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DKG veröffentlicht Corona-Hospitalisierungsdaten

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DKG veröffentlicht Corona-Hospitalisierungsdaten
Dr. Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der DKG © Georg Lopata/DKG

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fordert eine digitale und transparente Datenerhebung bei hospitalisierten Coronafällen. Seit Donnerstag veröffentlicht die DKG unter https://www.dkgev.de/belegungsmonitoring werktäglich die Zahlen der corona-positiv getesteten Krankenhauspatienten, aufgeteilt nach Normal- und Intensivstationen und nach Bundesländern, heißt es in einer Mitteilung. Auch nach zwei Jahren Pandemie sei die Datenlage in Deutschland sehr unbefriedigend, kritisiert DKG-Vorstandsvorsitzender Gerald Gaß. Zwar erheben die Häuser genauste Daten über die Patienten, jedoch würden diese nicht so aufbereitet und publiziert werden, dass sie bei der Einschätzung und Bewältigung der Pandemie gut helfen könnten. "Mit der neuen Datenveröffentlichung tragen wir dazu bei, die Pandemielage transparenter zu machen und eventuell notwendige politische Maßnahmen gegen die Pandemie besser auf der Grundlage von Daten kommunizieren zu können", so Gaß. 

Die Datentransparenz und die bisher genutzten Meldewege seien insgesamt verbesserungswürdig. Auf einer Pressekonferenz betonte der DKG-Vorsitzende wie wichtig eine transparente und digitale Datenerhebung sei, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Zugleich kritisierte er, dass die Meldung der Infektionszahlen größtenteils immer noch händisch und über Fax erfolge, obwohl es seitens der DKG bereits im Herbst einen Vorschlag zur digitalen Übermittlung gab. Dafür sollen die Krankenhausinformationssysteme genutzt werden, in denen die Daten der Patienten anonymisiert und pseudonymisiert gespeichert werden. Bei einem positiven Coronatest, bekommt der Patient einen entsprechendend Code. Dieser Datenpool könne digital an das RKI übermittelt werden. Zwar sei die Umsetzung nicht kurzfristig in wenigen Wochen umsetzbar, Anbieter der Informationssysteme und der Kommunikationsserver hätten jedoch zugesagt, dass man "innerhalb von einigen Wochen die Daten zur Verfügung stellen kann", so Gaß. Notwendig sei dafür ein gesetzlicher Auftrag in Form des Gesundheitsdatennutzungsgesetzes, bislang gab es diesen aber nicht. Stattdessen setzt die Regierung auf die Konzipierung des Deutschen Elektronischen Melde- und Informationssystems für den Infektionsschutz (Demis). Dieses sollte zwar im vergangenen Jahr ausgerollt werden, sei in den Kliniken bisher aber nicht angekommen, heißt es weiter. Vollständig digital sei auch dieses System nicht, da die Ärzte wieder Formulare händisch ausfüllen müssten. Das sei nur der zweitbeste Weg. "Wir brauchen ein umfassendes und digitales System", sagte Gaß, "wir fordern deshalb die Bundesregierung auf, das angekpndigte Gesundheitsdatennutzungsgesetz so zu gestalten, dass die schon vorhandenen relevanten Daten ohne zusätzlichen Aufwand für die Krankenhäuser an eine Datenagetnru der DKG ausgeleitet werden."

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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