Covid-19

DKG rechnet mit zahlreichen Intensivpatienten

  • Covid-19
DKG rechnet mit zahlreichen Intensivpatienten
Gerald Gaß © TobiasVollmer.de

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) rechnet damit, dass bereits im November die Zahl von rund 2.000 Intensivpatienten mit Coronainfektion (s. auch Themenseite) erreicht wird. "Der neuerliche Anstieg auf jetzt 6.000 neue Infektionen pro Tag zeigt die ungebrochene Dynamik bei der Ausbreitung des Virus in Deutschland. Wir wissen aus der ersten Welle der Pandemie, dass diese steigenden Neuinfektionen in einem Zeitversatz von etwa 14 Tagen auch in den Krankenhäusern ankommen", sagte DKG-Präsident Gerald Gaß gestern in Berlin. Schon jetzt sehe man eine Verdopplung der Neuaufnahmen infizierter Patienten zur Vorwoche. Auch die Zahl der Covid-19 Behandlungen in den Intensivstationen nehme deutlich zu.

Die DKG unterstützt die von der Politik beschlossenen politischen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus mithilfe von Kontaktbeschränkungen, so Gaß, der vor einer unkontrollierten Ausbreitung in der gesamten Bevölkerung oder einem erneutern und vielleicht noch drastischereren Lockdown als im Frühjahr warnte. Die Krankenhäuser seien vobereitet und profitierten von den Erfahrungen aus dem Frühjahr. "Durch den Aufbau von Reservekapazitäten gerade im Intensivbehandlungsbereich verfügen wir über deutlich mehr Beatmungsbetten, als dies noch im März der Fall war. Insgesamt sind mehr als 10.000 Beatmungsbetten aufgestockt worden", so Gaß. Problematisch bleibe aber die Ausstattung dieser zusätzlichen Kapazitäten mit dem entsprechenden Fachpersonal.

Die Bevorratung von persönlicher Schutzausrüstung und Desinfektionsmitteln sei aktuell gut und, auch die weiteren Lieferungen sind derzeit gesichert. Anders als im Frühjahr wolle man diesmal keinen plötzlichen Lockdown in den Kliniken selbst. "Wenn wir geplante Behandlungen absagen müssen, soll dies im engen Austausch mit den niedergelassenen Ärzten und den Patientinnen und Patienten selbst erfolgen", so Gaß.

Von der Politik fordert dei DKG, bürokratische Hemmnisse auszusetzen, etwa bei Personaleinsatz und MDK-Prüfungen, sowie die Fortsetzung und Wiedereinführung des finanziellen Rettungsschirms. "Wir setzen uns dafür ein, dass die erfolgreiche Arbeit des vom Bundesgesundheitsminister eingesetzten Corona-Beirats zur Lösung dieser Fragen spätestens im November erneut zusammentrifft", so Gaß.

Autor

 Florian Albert

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Mit unserem täglichen Newsletter informieren wir bereits rund 10.000 Empfänger über alle wichtigen Meldungen aus den Krankenhäusern und der Gesundheitsbranche



Kontakt zum Kundenservice

Rufen Sie an: 0 56 61 / 73 44-0
Mo - Fr 08:00 bis 17:00 Uhr

Senden Sie uns eine E-Mail:
info@bibliomedmanager.de

Häufige Fragen und Antworten finden Sie im Hilfe-Bereich