Kinder- und Jugendkliniken

Auch DKG will Fallpauschalen für Kinderkliniken abschaffen

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Auch DKG will Fallpauschalen für Kinderkliniken abschaffen
© Gettyimages/FatCamera

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) unterstützt die Forderung der SPD, die Fallpauschalen für Kinder- und Jugendkliniken abzuschaffen. So sollten die Kliniken grundsätzlich die Finanzierung über die Fallpauschalen abwählen dürfen und stattdessen eine Finanzierung über ein fallzahlenunabhängiges Jahresbudget erhalten, teilte die DKG heute mit. Das Instrument dafür seien die "besonderen Einrichtungen", das schon heute zum Beispiel von rheumatologischen Kinderklinken genutzt werden können. 

Außerdem sollten nach Auffassung der DKG auch pädiatrische Abteilungen in die Voraussetzungen zur Gewährung von Sicherstellungszuschlägen einbezogen werden. Dies sei bislang im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) an der Weigerungen der Kassen und der mehrheitsbildenden Stimmberechtigten gescheitert, so Hauptgeschäftsführer Georg Baum. Die Bundesländer sieht der Verband zudem in der Pflicht, deutlich mehr Investitionsmitteln bereitzustellen.

Zwar sei in den vergangenen Jahren das DRG-System immer weiterentwickelt worden, um die Kinderheilkunde über die Fallpauschalen besser abzubilden, etwa durch reine Kinder-DRGs oder DRGs, in denen das Alter höhergruppierend wirkt. "Doch trotz der immer besseren Kalkulation muss man feststellen, dass dem System bei der Kindermedizin schlichtweg Grenzen gesetzt sind", so Baum. Kliniken, die nicht die entsprechenden Fallzahlen haben, können für die Vorhaltungen in diesen Leistungsbereichen keine Kostendeckung erreichen.

Jochen Scheel, Geschäftsführer der Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland e.V. (GKind), wollte sich der Forderung nach einer Abschaffung der DRG im BibliomedManager-Podcast nicht anschließen. "Wir benötigen ergänzende Instrumente, um diese Unzulänglichkeiten auszugleichen. Und es bedarf des politischen Willens, Gesundheitsversorgung als Daseinsvorsorge ernst zu nehmen und aktiv zu gestalten." Das komplette Interview können Sie hier noch einmal nachhören:

Autor

 Florian Albert

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