Niels H.

Ehemaliger Geschäftsführer nach Mordserie vor Gericht

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Ehemaliger Geschäftsführer nach Mordserie vor Gericht
© iStock.com/DNY59

Ab Donnerstag müssen sich mehrere Beschäftigte aus den Kliniken Oldenburg und Delmenhorst wegen der Mordserie des Pflegers Niels H. vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat zwei Anklagen in Zusammenhang mit der Mordserie des ehemaligen Krankenpflegers erhoben. Beide Verfahren sind verbunden worden, teilte das Gericht mit. 

Der Oldenburger-Teil des Verfahrens betrifft drei Todesfälle im Klinikum Oldenburg, die sich im November 2001 während der dortigen Tätigkeit des ehemaligen Krankenpflegers ereignet haben sollen. Bei den Angeklagten handelt es sich um den ehemaligen Geschäftsführer des Klinikums, einen ehemaligen ärztlichen Leiter der kardiochirurgischen Intensivstation, einen Leiter des Bereichs Pflege der kardiochirurgischen Intensivstation und eine ehemalige Pflegedirektorin des Klinikums. Die Anklagevorwürfe lauten auf Beihilfe zur Tötung durch Unterlassen in drei Fällen.

Der Delmenhorster-Teil des Verfahrens betrifft Todesfälle im Klinikum Delmenhorst, die sich im Mai und Juni 2005 während der dortigen Beschäftigung des ehemaligen Krankenpflegers ereignet haben sollen. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg wirft in ihrer Anklageschrift zwei Oberärzten, dem Stationsleiter Pflege der Intensivstation und seiner Stellvertreterin in unterschiedlicher Anzahl die (versuchte) Tötung von insgesamt fünf Patienten durch Unterlassen vor. Der angeklagten Stellvertreterin der Stationsleitung Pflege der Intensivstation werden fünf Tötungsdelikte, davon zwei Versuchstaten, dem Stationsleiter Pflege der Intensivstation werden vier Tötungsdelikte, davon eine Versuchstat, und den angeklagten Oberärzten jeweils ein Tötungsdelikt zur Last gelegt. "Unter Berücksichtigung der rechtlichen Einschätzung der Schwurgerichtskammer im Verfahren gegen die Beschäftigte des Klinikums Oldenburg könnte für die Beschäftigten aus dem Klinikum Delmenhorst auch lediglich eine Strafbarkeit wegen Beihilfe zur (versuchten) Tötung durch Unterlassen in Betracht kommen", so das Gericht.

Das Verfahren gegen den Stationsleiter Pflege der Intensivstation der chirurgischen Abteilung wurde inzwischen von der Schwurgerichtskammer abgetrennt. Der Angeklagte ist aufgrund einer schweren Erkrankung für die nächsten drei bis sechs Monate nicht verhandlungsfähig.

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