Tarifkonflikt

Einigung bei Vivantes und Verdi

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Einigung bei Vivantes und Verdi
© GettyImages/Andrey Popov

Im Berliner Tarifkonflikt hat nach der Charité auch Vivantes eine Einigung mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) erzielt. Der Grundstein für einen Tarifvertrag ist damit gelegt. "Nun gilt es, die technischen und organisatorischen Grundlagen für die Umsetzung des Tarifvertrags zu schaffen und diesen in der Praxis mit Leben zu füllen", sagt Dorothea Schmidt, Vivantes Geschäftsführerin für Personalmanagement. 

Ziel des Vertrags ist, die Belastungssituationen von Beschäftigten im Pflege- und Funktionsdienst zu identifizieren, zu vermeiden und zu beseitigen um eine messbare Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu erreichen.Dazu wurden unter anderem für die bettenführenden Stationen und unterschiedlichste Funktionsbereiche Besetzungsregelungen vereinbart. Werden diese unterschritten, erhalten die Beschäftigten sogenannte "Vivantes-Freizeitpunkte", die nach einem gestaffelten System in Freizeit oder Entgelt umgewandelt werden könnten, heißt es in einer Mitteilung. Ein weiterer Schwerpunkt wird auf die Ausbildungsförderung gelegt. So soll die Ausstattung aller Auszubildenden mit Notebooks für die schulische und private Nutzung festgelegt werden, nach Abschluss der Ausbildung könnten die Geräte übernommen werden. Bereits im zweiten Ausbildungsjahr sollen alle Auszubildenden zudem ein konkretes Übernahmeangebot und Informationen zu beruflichen Perspektiven innerhalbe des Unternehmens erhalten. 

Die Laufzeit des Tarifsvertrags ist für drei Jahre angesetzt. Die Einigung steht noch unter dem Zustimmungsvorbehalt der jeweiligen Gremien. 

Hintergrund

Die Verhandlungen für einen neuen Tarifvertrag laufen bereits seit Mai. Mitte August kündigte die Gewerkschaft an zu streiken, falls bis zum Stichtag (20. August) keine Einigung über einen Tarif erzielt werden könnte. Zuvor wurden erste Einigungsversuche nach wenigen Stunden abgebrochen. Der Streikankündigung sind zähe Tarifverhandlungen seit Mai vorangegangen. Damals startete von Verdi die "Berliner Krankenhaus-Bewegung", die eine Petition von Beschäftigten der Charité, Vivantes und deren Tochterunehmen überreichte sowie einen Tarifvertrag zur Entlastung forderte. Gesetzt wurde damals eine Frist von 100 Tagen, die am 20. August verstrich. Der Warnstreik führte zu keiner Lösung. Laut dpa-Meldung sind seit dem 9. September etwa 1.000 Mitarbeitende der landeseigenen Häuser in einem unbefristeten Streik. In der vergangenen Woche einigten sich Verdi und die Charité auf ein Eckpunktepapier zur Vereinbarung des Tarifvertrags, der innerhalb von fünf Wochen abgestimmt werden soll. 

 

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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