Corona-Update 30.11.

Forderungen nach Impfpflicht werden lauter, Corona-Notbremse war rechtmäßig

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Forderungen nach Impfpflicht werden lauter, Corona-Notbremse war rechtmäßig
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+++ Verfassungsgericht: Corona-Notbremse war rechtmäßig +++

Der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts hat die Verfassungsbeschwerden zurückgewiesen, die sich gegen die im Frühjahr beschlossene bundesweite Notbremse richteten. Die Behörde prüfte die Maßnahmen anhand der allgemeinen für sämtliche mit Grundrechtseingriffen verbundenen Gesetze geltenden verfassungsrechtlichen Anforderungen und kam zu dem Urteil, dass die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen in der "äußersten Gefahrenlage der Pandemie mit der Grundgesetz vereinbar" waren. Auch die Verfassungsbeschwerden, die sich gegen die Beschränkungen von Freizeit- und Kultureinrichtungen, Ladengeschäften, Sport und Gaststätten richtete, wurden als nicht zulässig erhoben. [Quelle: Bundesverfassungsgericht]

 

+++ Uniklinik Jena bereitet sich mit Forschungsvorhaben auf künftige Pandemien vor +++

Das Universitätsklinikum Jena koordiniert ein Verbundprojekt zur schnelleren Diagnostik viraler Atemwegsinfektionen. In dem Forschungsvorhaben sollen anhand von Covid neue Methoden und Technologien entwickelt werden, um virale Ausbrüche frühzeitiger zu erkennen und deren Eindämmung unterstützen zu können. „Wir werden im Bereich der Virusdiagnostik arbeiten, die Reaktion des infizierten Körpers auf die Erreger weiter erforschen und nach neuen Wirkstoffen und Ansätzen für die Therapie von Covid-19 suchen“, fasst Dr. Stefanie Deinhardt-Emmer das Forschungsprogramm zusammen. In dem Forschungsverbund sind neben dem Uniklinikum die Jenaer Leibniz-Institute für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie sowie für Photonische Technologien und die Friedrich-Schiller-Universität Jena. [Quelle: Uniklinikum Jena]

 

+++ Virologen und Immunologen fordern Politik zum Handeln auf +++

Der Druck auf die Politik wächst. In einer gemeinsamen Stellungnahme unterstützten die Gesellschaft für Virologie (GfV) und die Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI) die kürzlich veröffentlichten Forderungen der Leopoldina. Die Maßnahmen wären unumgänglich, um eine weitere Ausbreitung der hochansteckenden Delta und möglicherweise noch ansteckenderen Omikron-Variante zu verhindern. Sie sehen unter anderem umfassende Kontaktbeschränkungen und eine Erhöhung der Impfquote - gegebenenfalls durch eine Impfpflicht - vor. "Übergeordnetes Ziel muss es sein, die Zahl der Infektionen und damit die der Hospitalisierungen soweit zu reduzieren, dass in den Krankenhäusern eine regelhafte Krankenversorgung und Durchführung elektiver Eingriffe uneingeschränkt möglich ist", so die DGfI und GfV. [Quelle: idw]

 

+++ Notfallmediziner fordern Solidarität und Impfpflicht +++ 

Die Situation im Südosten Deutschlands spitzt sich zu. Für Notfallkliniken und Intensivstationen stellt die Pandemie eine bisher unbekannte, langanhaltende Belastung des Personals und der medizinischen Ressourcen dar, die häufig an die Belastungsgrenzen und darüber hinaus gehe. „Die deutschen Notfallmediziner garantieren auch in der aktuellen pandemischen Krisensituation eine den Umständen angepasste professionelle Notfallversorgung. Dies ist unser Beitrag zur Solidarität, zu der in der Gesellschaft jeder beitragen muss, um die Pandemie zu bewältigen. Deswegen fordern wir die Solidarität aller, die sich eine gute medizinische Notfallversorgung in dieser Pandemie wünschen“, so DGINA-Vizepräsident Harald Dormann. Die Solidarität werde insbesondere von denen gefordert, die bisher ungeimpft sind, und fordert jeden, dem es medizinisch möglich ist, zur Impfung auf. Sei kein ausreichender Anstieg der Impfquote innerhalb der nächsten Wochen zu erreichen, müsse die Politik weitere Maßnahmen treffen. Die DGINA fordert eine allgemeine Impfpflicht, wenn durch die freiwillige Impfung keine Herdenimmunität erreicht werden könnte, sowie eine solidarische Zusammenarbeit innerhalb des Gesundheitswesens, etwa durch eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen. [Quelle: Pressemitteilung DGINA]

   

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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